Wie lange muss man mindestens in einen Bausparvertrag einzahlen?

Gefragt von: Simone Straub
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Die Mindestsparzeit bei einem Bausparvertrag ist eine vertraglich vereinbarte Mindestdauer, die Sie einhalten müssen, bevor der Vertrag zuteilungsreif wird, also für ein Darlehen verfügbar ist. Sie variiert je nach Tarif, liegt aber oft zwischen 12 Monaten und mehreren Jahren (meist 7-10 Jahre), zusammen mit weiteren Kriterien wie einem Mindestguthaben (ca. 40-50 % der Bausparsumme) und einer erforderlichen Bewertungszahl.

Was ist die Mindestsparzeit beim Bausparvertrag?

Damit dein Vertrag zuteilungsreif wird, muss dein angespartes Guthaben je nach Tarif 40 bis 50 Prozent der zu Beginn vereinbarten Bausparsumme betragen. Eine zweite Bedingung lautet, dass du je nach Tarif eine Mindestansparzeit von zwei bis 60 Monaten vorweisen kannst.

Wie viel muss man mindestens in einen Bausparvertrag einzahlen?

Die Mindesteinzahlung bei einem Bausparvertrag hängt davon ab, ob Sie eine Förderung anstreben oder wann der Vertrag zuteilungsreif sein soll: Für die Wohnungsbauprämie müssen Sie mindestens 50 € pro Jahr einzahlen, um staatliche Förderungen zu erhalten, während für die Zuteilungsreife meist 30 % bis 50 % der vereinbarten Bausparsumme angespart werden müssen, oft kombiniert mit einer Mindestlaufzeit (z. B. 7 Jahre) und einer Bewertungszahl. Es gibt auch Mindestbausparsummen, z.B. ab 10.000 €. 

Wie lange muss man in einen Bausparvertrag einzahlen?

Die Mindestsparzeit – Neben dem Mindestsparguthaben wird im Vertrag eine Mindestsparzeit festgelegt. Im Durchschnitt beträgt diese 12 Monate. Im Vergleich benötigen die meisten Sparer etwa sechs bis zehn Jahre, bis ihr Bausparvertrag zuteilungsreif wird.

Was passiert, wenn man nicht mehr in den Bausparvertrag eingezahlt?

Wenn Sie mit einem Bausparvertrag nicht bauen, können Sie ihn {{{flexibel nutzen}}} (Modernisierung, Anschlussfinanzierung), ihn bei Zuteilungsreife {{{einfach auszahlen lassen}}} (ohne Darlehen, mit Zinsen), ihn weiter besparen oder ihn vorzeitig kündigen – letzteres kann jedoch den Verlust von Zinsen, Boni und Förderungen bedeuten und sollte gut überlegt sein, da der Vertrag oft noch für andere wohnwirtschaftliche Zwecke oder zur Umschuldung (in der Darlehensphase) nützlich ist. 

Wie funktioniert die Zuteilung beim Bausparen?

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Wie lange darf ein Bausparvertrag ruhen?

Der Bundesgerichtshof (BGH) macht in seinen Urteilen vom 21. Februar 2017 (Az. XI ZR 272 /16 und XI ZR 185/16) deutlich, dass Bausparverträge "im Regelfall" 10 Jahre nach Zuteilungsreife kündbar sind. Voraussetzung dafür ist, dass die Bausparkasse Ihnen die Zuteilungsreife mitgeteilt hat.

Wann ist ein 10.000 € Bausparvertrag zuteilungsreif?

Wann ist ein Bausparvertrag mit 10.000 Euro zuteilungsreif? Bei einer Bausparsumme von 10.000 Euro musst du in der Regel 4.000 bis 5.000 Euro angespart haben, um die Zuteilung zu erreichen. Wenn du monatlich 100 Euro sparst, dauert dies etwa 40 bis 50 Monate – also etwa dreieinhalb bis vier Jahre.

Wie hoch ist die Mindestansparsumme für einen Bausparvertrag?

Das Mindestsparguthaben bei einem Bausparvertrag liegt in der Regel bei 40 % bis 50 % der vereinbarten Bausparsumme und ist eine wichtige Voraussetzung, damit der Vertrag zuteilungsreif wird, also das Darlehen ausgezahlt werden kann; die genaue Höhe hängt vom jeweiligen Tarif ab, aber auch eine Mindestsparzeit und eine Mindestbewertungszahl müssen erreicht werden, um das Geld abrufen zu können. 

Wie hoch ist die Rückzahlung bei einem Bausparvertrag?

Die komplette Tilgung eines Bauspardarlehens ist von der Höhe der Zins- und Tilgungszahlungen abhängig. Üblicherweise ist das Bauspardarlehen nach rund 10 bis 15 Jahren getilgt. In vielen Fällen verlangt die Bausparkasse eine Rückzahlung des Darlehens innerhalb von 20 Jahren.

Was passiert mit meinem Bausparvertrag nach 7 Jahren?

Nach 7 bis 10 Jahren haben Sie je nach Tarifvariante zwischen 30 % und 50 % der Bausparsumme angespart. Im Anschluss erhalten Sie die komplette Bausparsumme ausgezahlt. Den bisher nicht angesparten Teil zahlen Sie als Darlehen in regelmäßigen Raten an die Bausparkasse zurück.

Kann man Bausparer auf einmal einzahlen?

Ja, man kann einen Bausparvertrag oft mit einer Einmalzahlung beginnen oder Sonderzahlungen leisten, um die Zuteilung zu beschleunigen, aber es gibt oft Höchstgrenzen für Förderungen und jede Bausparkasse hat eigene Regelungen, wie viel und wie schnell eingezahlt werden darf, wobei die Abschlussgebühr meist auf die Sparraten verteilt wird. 

Wie kann ich die Bausparsumme nachträglich reduzieren?

Ja, eine Bausparsumme kann oft nachträglich herabgesetzt werden, was zu einer früheren Zuteilung führen kann, aber die Zustimmung der Bausparkasse erfordert und meist mit Kosten (Entgelt) verbunden ist. Alternativen sind die Aufteilung des Vertrags oder eine Kündigung; der Berater klärt die Vor- und Nachteile. 

Welche Alternativen gibt es zum Bausparvertrag?

Alternativen zum Bausparvertrag sind flexible Investments wie ETF- oder Fondssparpläne für langfristigen Vermögensaufbau mit höherer Rendite, sichere Optionen wie Tages- und Festgeld für kurzfristige Sparziele oder risikobewusste Anleger, sowie spezielle staatlich geförderte Produkte wie Wohn-Riester; für die direkte Finanzierung eignen sich klassische Baufinanzierungen oder innovative Modelle wie der Mietkauf. 

Was ist die kleinste Bausparsumme?

Die Mindestbausparsumme liegt üblicherweise bei 10.000 Euro, kann aber je nach Bausparkasse und Tarif variieren (manchmal auch 5.000 € oder höher, z.B. 25.000 € in speziellen Tarifen), um staatliche Förderung wie Wohn-Riester zu erhalten und ein späteres Darlehen zu sichern, wobei die Bausparsumme aus angespartem Guthaben und Darlehen besteht und 40-50 % angespart werden müssen, um den Vertrag zuteilungsreif zu machen. 

Was passiert, wenn die Bausparsumme nicht erreicht wird?

Wenn dein Bausparvertrag nicht zuteilungsreif ist, du aber Geld brauchst, musst du ihn kündigen, was zu finanziellen Einbußen führen kann (Zinsen, Gebühren). Alternativ gibt es Lösungen wie Vorfinanzierung (überbrückt die Wartezeit), Herabsetzung der Bausparsumme, Teilung des Vertrags oder die Wahlzuteilung, falls die Bewertungszahl erreicht ist, aber das Guthaben fehlt. 

Was ist das Mindestsparguthaben für einen Bausparvertrag?

Mindestsparguthaben: Im Rahmen des Mindestsparguthabens muss ein bestimmter Prozentsatz der vereinbarten Bausparsumme angespart sein. Dieser Anteil variiert je nach Tarif und liegt bei etwa 40 oder 50 Prozent der Bausparsumme.

Wie hoch ist die Abschlussgebühr für einen Bausparvertrag mit 100.000 Euro Bausparsumme?

Ein Bausparvertrag über 100.000 € kombiniert Sparen und Darlehen: Sie zahlen eine Abschlussgebühr (1-1,6 % der Summe, also 1.000-1.600 €), sparen 40-50 % (40.000-50.000 €) an, bekommen danach das Darlehen (60.000-50.000 €) zu festen, niedrigen Zinsen. Bei 100.000 € Bausparsumme (Beispiel) müssten Sie ca. 40.000 € ansparen, um die Zuteilung zu erreichen und 60.000 € als Darlehen zu erhalten, oft mit monatlichen Raten um 500-700 €. Der Hauptvorteil ist die Zinssicherheit für die Zukunft, aber die Guthabenzinsen sind niedrig, daher ist der Vertrag oft nur ein Teil einer größeren Finanzierung, um zinsgünstig zu bleiben, wenn die Baufinanzierung teurer wird.
 

Kann man einen Bausparvertrag komplett zurückzahlen?

In diesem Fall hast du bereits ein Bauspardarlehen in Anspruch genommen, das du monatlich tilgst. Eine ordentliche Kündigung ist in dieser Phase meist nicht möglich. Stattdessen musst du das Darlehen komplett zurückzahlen, wenn du den Bausparvertrag vorzeitig kündigen möchtest.

Wie hoch ist die Bausparprämie im Jahr 2025?

Die staatliche Wohnungsbauprämie (WoP) für das Jahr 2025 beträgt 10 % Ihrer Einzahlungen, maximal 70 € für Singles (auf bis zu 700 € Sparleistung) und 140 € für Paare (auf bis zu 1.400 € Sparleistung), vorausgesetzt, Sie erfüllen die Einkommensgrenzen und wohnwirtschaftlichen Verwendungszwecke; in Österreich gibt es eine andere Bausparprämie von 1,5 %. 

Wie viel muss man in Bausparer einzahlen?

Bei einem Bausparvertrag zahlen Sie monatlich einen Betrag ein, der meist 3 bis 4 Promille (‰) der Bausparsumme ausmacht, um 40-50 % der Summe anzusparen; das entspricht etwa 40 € bis 70 € pro Monat bei einer 50.000 € Bausparsumme, aber die genaue Höhe hängt von Tarif und Bausparsumme ab und richtet sich nach dem Ziel, die Mindestansparung (z.B. 40-50 %), die Mindestbewertungszahl und die Mindestlaufzeit zu erreichen, damit der Vertrag zuteilungsreif wird. 

Was sind die Nachteile eines Bausparvertrags?

Nachteile eines Bausparvertrags sind vor allem geringe Guthabenzinsen in der Ansparphase (oft schlechter als Tagesgeld), hohe Abschlussgebühren (bis 1,6% der Bausparsumme) und mangelnde Flexibilität sowie lange Wartezeiten bis zur Zuteilungsreife, wodurch die Immobilie oft nicht sofort finanzierbar ist. Auch geringe Sparraten führen zu unrealistisch langen Laufzeiten, und eine Kündigung vorzeitig kann teuer werden.
 

Wann ist ein Bausparvertrag mit 10.000 Euro zuteilungsreif?

Ein Bausparvertrag über 10.000 € wird zuteilungsreif, wenn Sie ca. 40-50 % (4.000-5.000 €) angespart haben, eine Mindestlaufzeit (oft 2 Jahre) erfüllt ist und die Bewertungszahl erreicht wurde – das dauert je nach Sparrate und Tarif meist 7 bis 10 Jahre. Wer monatlich z.B. 100 € spart, ist nach etwa 40-50 Monaten (dreieinhalb bis vier Jahren) so weit, während eine höhere Sparrate die Zeit verkürzt.
 

Kann man die Bausparsumme auf einmal einzahlen?

Er hängt ab von Tarifvariante und Bausparsumme und liegt meistens zwischen vier und sechs Promille der Bausparsumme pro Monat. Zahlt ein Bausparer darüber hinaus einen größeren Betrag einmalig auf sein Bausparkonto ein, spricht man von einer Sonderzahlung.

Was kann ich tun, wenn mein Bausparvertrag voll ist?

Wenn Ihr Bausparvertrag "voll" bzw. zuteilungsreif ist, erhalten Sie Post von der Bausparkasse mit Optionen: Sie können die volle Bausparsumme (Guthaben + zinsgünstiges Darlehen) für ein Wohnprojekt nutzen, nur das angesparte Guthaben auszahlen lassen, das Darlehen aufschieben oder den Vertrag mit Erhöhung weitersparen, wobei eine Beratung bei Ihrer Bausparkasse wichtig ist, um die beste Entscheidung zu treffen, sagt Sparkasse.de, LBS.de und Wüstenrot. 

Wie hoch ist die Rückzahlung eines Bauspardarlehens?

Die Rückzahlung eines Bauspardarlehens erfolgt nach der Zuteilung in festen monatlichen Raten, die Zins und Tilgung beinhalten, oft über 8-18 Jahre, aber mit hoher Flexibilität durch kostenlose und beliebige Sondertilgungen, um die Laufzeit zu verkürzen oder das Darlehen komplett vorzeitig abzulösen. Die Rate berechnet sich meist als fester Prozentsatz (z.B. 6‰) der Bausparsumme, und bei vollständiger Ablösung fallen keine Vorfälligkeitsentschädigungen an, was ein großer Vorteil ist.