Wie läuft eine Schenkung eines Hauses ab?

Gefragt von: Beatrice Lutz
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Eine Schenkung eines Hauses läuft über einen notariell beurkundeten Schenkungsvertrag, der die Willenserklärungen von Schenker und Beschenktem festhält, inklusive möglicher Auflagen (z.B. Nießbrauchrecht oder Wohnrecht), gefolgt von der Eintragung ins Grundbuch, was den Eigentümerwechsel abschließt, wobei Notar- und Grundbuchkosten sowie die Schenkungssteuer (mit Freibeträgen) beachtet werden müssen.

Was ist bei einer Schenkung eines Hauses zu beachten?

Wenn Sie eine Immobilie geschenkt bekommen, müssen Sie grundsätzlich Schenkungssteuer zahlen. Falls der Wert der Immobilie unter dem jeweiligen Freibetrag liegt, muss jedoch keine Schenkungssteuer gezahlt werden. Bei Kindern liegt der Freibetrag beispielsweise bei 400.00 €. Erfahren Sie mehr über die Schenkungssteuer.

Was sind die Nachteile einer Schenkung?

Mögliche Nachteile von Schenkungen

Das bedeutet: Schenkungen können den Freibetrag der Erbschaftsteuer belasten. Ein weiterer Nachteil einer Schenkung ist, dass dem Schenkenden das einmal übertragene Vermögen nicht mehr zur Verfügung steht.

Ist es besser, ein Haus zu Schenkung oder zu überschreiben?

Eine Haus-Überschreibung ist meist eine Schenkung und in der Regel vorteilhafter als ein reiner Erbfall, da Sie die hohen Steuerfreibeträge (400.000 € für Kinder) alle 10 Jahre erneut nutzen können, was die Steuerlast deutlich senkt und eine gestückelte Übertragung erlaubt. Sie können sich dabei wertvolle Rechte wie Wohnrecht oder Nießbrauch vorbehalten und Streit unter Geschwistern vermeiden, müssen aber die 10-Jahres-Frist bei Rückforderung wegen Pflegebedürftigkeit beachten.
 

Welche Kosten fallen bei einer Schenkung eines Hauses an?

Bei einer Hausschenkung fallen hauptsächlich Kosten für Notar und Grundbuch an, die ca. 1-2 % des Immobilienwerts betragen, sowie die Schenkungssteuer, falls die Freibeträge (z.B. 400.000 € für Kinder) überschritten werden, und es kann Grunderwerbsteuer anfallen, obwohl bei reinen Schenkungen oft keine anfällt, es sei denn, es handelt sich um eine § 10 ErbStG-Schenkung. Wichtig sind auch Kosten für eine Wertermittlung und steuerliche Beratung sowie zusätzliche Kosten für Rechte wie Nießbrauch oder Wohnrecht.
 

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Wann lohnt sich die Schenkung des Hauses?

Liegt der Immobilienwert unter dem jeweiligen Freibetrag, fallen keine Steuern für die geschenkte Immobilie an. Ist der Immobilienwert jedoch höher, so lohnt es sich, frühzeitig mit der Schenkung zu beginnen, sodass Sie die Freibeträge alle zehn Jahre neu nutzen können.

Wer legt den Wert eines Hauses bei einer Schenkung fest?

Wer ermittelt den Wert einer Immobilie bei einer Schenkung? Im Falle einer Erbschaft oder Schenkung legt das zuständige Finanzamt den Verkehrswert zur Berechnung der Steuer fest. Dazu nutzt die Behörde das im Bewertungsgesetz (BewG) erläuterte „typisierende Massenverfahren“.

Wie lange muss man nach einer Schenkung noch leben?

Nach einer Schenkung muss man in Deutschland nicht zwingend eine bestimmte Zeitspanne leben, aber es gibt zwei wichtige 10-Jahres-Fristen: Für die Schenkungsteuer-Freibeträge (alle 10 Jahre wiederholbar) und damit der Wert vollständig aus dem Nachlass fällt. Wichtig ist: Der Schenker sollte mindestens 10 Jahre nach der Schenkung überleben, damit der Wert der Schenkung bei einer späteren Erbschaft (z.B. für Pflichtteilsberechtigte) nicht mehr berücksichtigt wird und der Freibetrag steuerlich voll genutzt werden kann. Zudem kann der Schenker bei eigener Bedürftigkeit innerhalb von 10 Jahren die Schenkung zurückfordern. 

Wie hoch sind die Notarkosten bei Schenkung einer Immobilie?

Notarkosten für eine Immobilien-Schenkung richten sich nach dem Verkehrswert der Immobilie und setzen sich zusammen aus Notargebühren (ca. 1-1,5% des Werts) für die Beurkundung und Grundbuchkosten (ca. 0,5-1,1% des Werts), plus Auslagen; bei 350.000 € Wert sind das grob 1.400 € für den Notar und 700 € für das Grundbuch, wobei bei erweiterten Familienkreisen oft steuerliche Vergünstigungen gelten. Die Gesamtkosten liegen meist zwischen 1,5 % und 2 % des Immobilienwerts, abhängig vom Einzelfall und eventuellen Nießbrauchrechten. 

Wird eine Schenkung im Grundbuch eingetragen?

Ja, eine Schenkung einer Immobilie (Grundstück, Haus, Wohnung) muss zwingend notariell beurkundet und im Grundbuch eingetragen werden, damit der Eigentümerwechsel rechtlich wirksam wird; ohne diese Schritte ist die Schenkung ungültig. Der Notar setzt den Vertrag auf und veranlasst die Eintragung des Beschenkten als neuen Eigentümer, wobei auch Auflagen wie Wohnrechte oder Nießbrauchrechte mit eingetragen werden können. 

Was ist eine schwere Verfehlung bei Schenkung?

Eine schwere Verfehlung liegt vor, wenn der Beschenkte durch sein Verhalten den Schenker oder einen nahen Angehörigen des Schenkers in besonderer Weise verletzt oder geschädigt hat oder eine solche Verletzung oder Schädigung unmittelbar bevorsteht.

Was passiert mit einer Schenkung, wenn der Schenker stirbt?

Wenn der Schenker stirbt, hängt das Schicksal einer Schenkung stark von der Art der Schenkung ab: Eine normale Schenkung wird oft dem Nachlass hinzugerechnet (<<<10 Jahre = volle Anrechnung, danach Abschmelzung um 10% pro Jahr), um Pflichtteilsansprüche zu berechnen. Bei einer Schenkung auf den Todesfall wird der Beschenkte erst nach dem Erbfall berechtigt (z.B. wenn er den Schenker überlebt) und muss ggf. zurückgeben, wenn er vorher stirbt. Bei Auflagen (z.B. Wohnrecht) kann die Schenkung auch nach dem Tod bestehen bleiben, solange die Bedingung erfüllt wird. 

Wie läuft eine Hausschenkung ab?

Eine Hausschenkung geht über einen notariell beurkundeten Schenkungsvertrag, der im Grundbuch eingetragen wird, und erfordert die Meldung ans Finanzamt, wobei hohe Freibeträge je nach Verwandtschaftsgrad gelten und die Schenkungssteuer berechnet wird, oft mit Absicherungen wie Wohnrecht oder Nießbrauch für den Schenker. 

Wie viel kostet eine Beratung beim Notar wegen einer Schenkung?

Eine Notarberatung zur Schenkung kostet meist nichts extra, da die Kosten für die Beratung in der späteren Gebühr für die Beurkundung enthalten sind, wenn ein Vertrag entsteht. Die eigentlichen Notarkosten richten sich nach dem Geschäftswert (z.B. Immobilienwert), basierend auf dem Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG), wobei für eine Schenkung in der Regel eine 1,0-fache Gebühr anfällt, plus Grundbuchkosten und Auslagen, was je nach Wert schnell in den vierstelligen Bereich gehen kann. 

Was ist der Nachteil einer Schenkung?

Nachteil Schenkung

Die Rückforderung oder der Widerruf einer Schenkung ist nur in wenigen Ausnahmefällen möglich. Deshalb sollte sich der Schenker vertragliche Rückforderungsrechte vorbehalten. Außerdem ist das Beschenken künftiger Erben meist mit erbrechtliche Folgen (Pflichtteilsergänzungsansprüche) verbunden.

Was ist besser, Überschreibung oder Schenkung?

Es gibt keinen Unterschied zwischen Schenkung und Überschreibung – eine Überschreibung ist eine Schenkung, oft als "vorweggenommene Erbfolge" bezeichnet, mit dem Hauptvorteil, dass steuerliche Freibeträge alle 10 Jahre neu genutzt werden können, um die Erbschaftssteuer zu minimieren, was besonders bei wertvollen Immobilien (z.B. Häusern) steuerlich oft klüger ist als das Warten auf den Erbfall, wobei man sich durch Auflagen (Wohnrecht, Nießbrauch) absichern kann, aber Eigentum aufgibt. 

Was kostet eine Grundbuchumschreibung bei Schenkung?

Nach der notariellen Beurkundung muss der Beschenkte als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen werden – auch hierfür fallen Kosten an. Die Grundbuchkosten betragen etwa 0,5% des Immobilienwerts. Lassen Sie sich als Schenker ein Nießbrauchrecht oder Wohnrecht eintragen, entstehen zusätzliche Grundbuchkosten.

Kann man ein Haus verschenken, das noch nicht abbezahlt ist?

Ja, man kann ein Haus verschenken, das noch nicht abbezahlt ist, aber es ist kompliziert: Die Schulden gehen in der Regel auf den Beschenkten über, was steuerliche Folgen haben kann (Spekulationssteuer für den Schenker), wenn der Beschenkte die Schulden übernimmt, was die Schenkung zu einem "teilentgeltlichen" Geschäft macht. Es ist dringend ratsam, dies notariell beurkunden zu lassen und sich rechtlich sowie steuerlich beraten zu lassen, da man sonst die Schenkungssteuer-Freibeträge verschenken könnte und der Beschenkte die Finanzierung weiterführen muss. 

Was ist zu beachten bei der Schenkung eines Hauses?

Grundsätzlich unterliegt eine Schenkung der Schenkungssteuer, sofern der Wert der Immobilie den Freibetrag überschreitet. Der Freibetrag hängt von der Beziehung zwischen dem Schenker und dem Beschenkten ab. Für Kinder liegt der Freibetrag zum Beispiel bei 400.000 Euro, für Ehepartner bei 500.000 Euro.

Ist es sinnvoll, ein Haus zu Lebzeiten zu überschreiben?

Ein Haus zu überschreiben wird rechtlich als Schenkung angesehen. Eine Schenkung zu Lebzeiten gilt als vorzeitiges Erbe und kann gleichzeitig helfen, Erbschaftssteuer zu senken. Ehepartner, Kinder und Enkel können bei Schenkungen alle zehn Jahre von hohen steuerlichen Freibeträgen profitieren.

Was passiert, wenn der Schenker vor Ablauf der 10. Jahresfrist stirbt?

Stirbt der Schenker vor Ablauf der 10-Jahres-Frist, wird die Schenkung dem Nachlass für die Berechnung des Pflichtteils hinzugerechnet (§ 2325 BGB) und kann die Erbschaftsteuerlast erhöhen, da die Freibeträge zurückgesetzt werden und die Schenkung steuerlich zu berücksichtigen ist. Der Wert der Schenkung wird anteilig addiert, wobei in jedem Jahr nach der Schenkung 10 % des Wertes abgezogen werden, bis nach 10 Jahren nichts mehr angerechnet wird (außer bei speziellen Fällen wie Nießbrauch oder Ehegattenschenkungen). 

Wie kann ich den Wert meines Hauses bei einer Schenkung ermitteln?

Die Wertermittlung eines Hauses bei einer Schenkung erfolgt durch das Finanzamt nach dem Bewertungsgesetz (BewG) mittels typisierter Verfahren (Vergleichs-, Ertrags-, Sachwertverfahren), wobei oft der Grundstückswert herangezogen wird, der vom Gutachterausschuss ermittelt wird. Sie können aber durch ein unabhängiges Gutachten einen niedrigeren, realistischeren Verkehrswert nachweisen, um die Schenkungssteuer zu senken, besonders bei sanierungsbedürftigen Objekten oder wenn Sie sich ein Wohnrecht vorbehalten (Nießbrauch). Der maßgebliche Wert für die Schenkungssteuer ist der sogenannte Verkehrswert.
 

Was kostet es, wenn man ein Haus überschreibt?

Das Überschreiben eines Hauses verursacht Kosten für Notar und Grundbuchamt, die sich nach dem Immobilienwert richten (oft ca. 1-1,5 % des Werts für den Notar und 0,3-0,5 % für das Grundbuch), plus eventuelle Schenkungssteuer, wenn Freibeträge überschritten werden, sowie Kosten für eingetragene Rechte wie Wohnrecht/Nießbrauch, insgesamt meist ab ca. 2.000 € aufwärts, abhängig vom Wert und zusätzlichen Leistungen. 

Was mindert den Wert eines Hauses?

Der Wert eines Hauses wird durch Mängel am Bauzustand (Schimmel, feuchte Wände, schlechte Dämmung), veraltete Technik (Heizung, Sanitär), eine schlechte Lage (Lärm, wenig Infrastruktur) und rechtliche Aspekte (Baulasten, Denkmalschutz) gemindert; Alterungsprozesse und mangelnde Modernisierung (Energetische Sanierung) reduzieren den Wert ebenfalls deutlich, da sie hohe Folgekosten für Käufer bedeuten.