Wie sind Hebammen krankenversichert?

Gefragt von: Ekkehard Sauter
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Hebammen sind entweder fest angestellt (dann wie Arbeitnehmer versichert) oder freiberuflich tätig und unterliegen dann der gesetzlichen Pflichtversicherung (Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung). Sie benötigen zusätzlich eine Berufshaftpflichtversicherung und müssen sich bei der Deutschen Rentenversicherung und Berufsgenossenschaft melden, die Kosten für ihre Leistungen werden aber primär von den Krankenkassen der Mütter übernommen.

Wie ist eine Hebamme versichert?

Für Hebammen besteht eine Versicherungspflicht gegen Haftpflichtrisiken, die sich aus ihrem Beruf ergeben, auch wenn sie nicht unmittelbar an der Geburtshilfe beteiligt sind. Aber auch, wenn es keine Versicherungspflicht gäbe, wäre die Berufshaftpflicht für jede freiberuflich tätige Hebamme die wichtigste Versicherung.

Werden Hebammen von der Krankenkasse bezahlt?

Ja, gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für Hebammenleistungen vollständig, von der Schwangerschaftsvorsorge über die Geburt bis zur Nachsorge im Wochenbett und Stillzeit, da dies eine gesetzlich verankerte Kassenleistung ist. Auch Privatversicherte sollten ihre Police prüfen, wobei Zusatzleistungen oder die Rufbereitschaft variieren können.
 

Sind Hebammen privat versichert?

Es ist deshalb üblich, dass eine Hebamme zur Nachsorge kommt und Sie unterstützt (auch Nachsorge-Hebamme genannt). In der ersten Zeit kann die Hebamme Mutter und Kind bei Bedarf täglich besuchen und beraten. Die Kosten übernimmt die gesetzliche Krankenkasse, in den meisten Fällen auch die private Krankenversicherung.

Welche Änderungen gibt es ab dem 1. November 2025 für Hebammen?

Der neue Vertrag regelt nun folgende Änderungen: Höhere Vergütung: Freiberufliche Hebammen sollen ab dem 1. November 2025 mehr Geld erhalten. Ihr Stundensatz steigt um rund 33 Prozent – von 56 Euro auf 74 Euro.

#gewusstwie: Checkliste zur Freiberuflichkeit bei Hebammen

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Wird es im Jahr 2025 einen „Ruf die Hebamme“ geben?

Das „Call the Midwife“-Weihnachtsspecial 2025 besteht aus zwei Teilen . Die erste Folge wird am ersten Weihnachtsfeiertag um 20:15 Uhr ausgestrahlt, der zweite Teil folgt 24 Stunden später am zweiten Weihnachtsfeiertag um 20:30 Uhr.

Was ist gerade das Problem mit Hebammen?

Aktuelle Probleme für Hebammen in Deutschland sind der massive Personalmangel, schlechte Bezahlung, hohe Arbeitsbelastung und Bürokratie, verstärkt durch einen neuen, umstrittenen Hebammenhilfevertrag, der zu massiven finanziellen Einbußen führen könnte, weshalb viele Hebammen den Beruf aufgeben oder die Geburtshilfe einschränken wollen, was zu einer drohenden Schließung von Kreißsälen und einer schlechteren Versorgung für werdende Mütter führt.
 

Sind Hebammen pflichtversichert?

Handwerker, Künstler und Publizisten, Hebammen und freiberufliche Lehrer – so unterschiedlich ihre Tätigkeiten auch sind, eines haben diese Selbstständigen gemein: sie sind gesetzlich pflichtversichert.

Was ändert sich im November 2025 für Hebammen?

November 2025 ist ein neuer Hebammenhilfevertrag in Kraft getreten. Der Vertrag regelt bundeseinheitlich die Versorgung der gesetzlich Versicherten durch die ca. 18.000 freiberuflich tätigen Hebammen.

Wie viel kostet die Hebammenversicherung?

Die Kosten für eine Hebammenversicherung (Berufshaftpflicht) variieren stark: Für Hebammen ohne Geburtshilfe (Vorsorge, Nachsorge) sind es oft nur einige Hundert Euro jährlich (z.B. ca. 575 €), während Hebammen mit Geburtshilfe mit extrem hohen Beiträgen konfrontiert sind, die sich auf über 10.000 € pro Jahr belaufen können (Stand 2022/23) und eine große finanzielle Hürde darstellen. Die Kosten werden teilweise über die Vergütung der Hebammenleistungen refinanziert, aber die extrem hohen Beiträge für Geburtshilfe führen dazu, dass viele Hebammen diesen Bereich meiden.
 

Wie viel verdient eine Hebamme pro Schwangere?

Stundenlohn und Qualität steigen

Eine freiberufliche Beleghebamme erhält künftig folgende Honorierung pro Stunde bei der Geburt: 85,40 Euro für Hilfe bei der Geburt mit Zuschlag (ab zwei Stunden vor und bis zwei Stunden nach der Geburt) in der Eins-zu-eins-Betreuung. 59,40 Euro für Hilfe bei Wehen und Geburt.

In welcher SSW sollte man sich eine Hebamme suchen?

Du solltest so früh wie möglich mit der Hebammensuche beginnen, idealerweise bereits in der Frühschwangerschaft (bis ca. 12. SSW), da Hebammen sehr gefragt sind und schnell ausgebucht sind, besonders für die Wochenbettbetreuung. Auch wenn du erst später suchst, zum Beispiel nach dem ersten Trimester, ist es noch möglich, aber das Angebot wird kleiner. Wenn du eine Hebamme nur für die Nachsorge suchst, solltest du ab etwa vier Wochen vor dem errechneten Termin suchen, aber frühzeitig ist immer besser.
 

Wie viel verdient eine Hebamme pro Hausbesuch?

Eine freiberufliche Hebamme verdient pro Hausbesuch im Wochenbett aktuell (Stand 2024/2025) etwa 38 € bis 50 € pauschal pro Termin, zuzüglich eines Wegegeldes, wobei die genaue Höhe je nach Leistung, Krankenkasse und Zuschlägen variiert und ältere Angaben von ca. 27 €/Besuch oft die niedrigeren oder veralteten Tarife zeigen. Die Vergütung ist Pauschal, aber es gibt Kritik an der mangelnden Berücksichtigung des Zeitaufwands, da manche Hausbesuche (z.B. bei Komplikationen) deutlich länger dauern, aber ähnlich bezahlt werden. 

Werden Hebammen von Krankenkassen übernommen?

Was macht eine ambulante Hebamme? Beratung und Unterstützung bei körperlichen oder seelischen Problemen in der Schwangerschaft. Jede Schwangere sollte die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft wahrnehmen. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen.

Was kostet eine private Hebamme?

Die Pakete reichen von 5000 £ (Bronze) bis 8500 £ (Platin) . Standardpakete sind für Hausgeburten oder zur Unterstützung bei einer Krankenhausgeburt in Zusammenarbeit mit dem NHS erhältlich.

Ist es verpflichtend, eine Hebamme zu haben?

Nein, eine Hebamme ist nicht absolut gesetzliche Pflicht, aber jede schwangere Frau hat Anspruch darauf, und es ist dringend empfohlen, weil Hebammen in Schwangerschaft, Geburt (oft sogar mit Hinzuziehungspflicht für Ärzte) und Wochenbett unersetzlich sind; aber bei der Nachsorge (Wochenbett) kann eine Hebamme auch durch Kinderärzte und viel Unterstützung abgedeckt werden, wenn man eine ambulante Geburt plant und keine Hebamme findet, obwohl eine Hebamme die Betreuung deutlich erleichtert. 

Warum kündigen viele Hebammen?

Als Ursachen galten bisher häufig Hebammenmangel (47 %) und/ oder ökonomische Gründe (28 %) (Deutscher Hebammenverband 2018a; Blum et al. 2019). 57 % der Kliniken mit geburtshilflichen Abteilungen gaben 2018 an, dort nicht kostendeckend gearbeitet zu haben (Blum et al. 2019).

Warum will keiner mehr Hebamme werden?

Hebammen stehen aktuell vor großen Herausforderungen: Hohe Versicherungsprämien und schlechte Bezahlung sind nur einige der Gründe, warum sich immer mehr Hebammen aus ihrem Beruf zurückziehen. Die Suche nach einer Hebamme für die Nachsorge gestaltet sich für werdende Mütter entsprechend schwierig.

Wie hoch ist die Vergütung für Hebammen ab 2025?

Die Hebammenvergütung 2025 wird durch einen neuen Vertrag (gültig ab 1. November 2025) geregelt, der die Stundensätze für freiberufliche Hebammen erhöht, insbesondere von ca. 56 € auf ca. 74 € für außerklinische Tätigkeiten und auf ca. 59,40 € für Beleghebammen in Kliniken bei 1:1 Betreuung, wobei die Abrechnung nun stärker zeitbasiert (pro 5 Minuten) erfolgt, was jedoch auch Unsicherheiten und potenzielle Verdiensteinbußen mit sich bringen kann. 

Was ändert sich ab dem 1.11. für Hebammen?

Am heutigen 1. November 2025 tritt der neue Hebammenhilfevertrag (HHV) in Kraft. Anstatt Erleichterung zu bringen, sorgt er bei vielen Hebammen für tiefe Verunsicherung. In zahlreichen Bereichen – insbesondere in der klinischen Geburtshilfe und bei Beleghebammen – drohen Verdiensteinbußen von bis zu 30 Prozent.

Wie viele Frauen haben keine Hebamme?

Etwa jede fünfte Frau nimmt nach der Geburt keine Hebamme in Anspruch. Die Gründe dafür hat eine aktuelle Studie aufgedeckt.

Ist man als Hebamme privat versichert?

Die Kosten für die Nachsorge und Betreuung durch die Hebamme übernimmt bei gesetzlich Versicherten die Krankenkasse. Dies ist grundsätzlich in § 24d Sozialgesetzbuch V geregelt. Nähere Bestimmungen hat der GKV-Spitzenverband beschlossen, die von den gesetzlichen Krankenkassen ausgestaltet werden.

Welcher Schmerz ist mit einer Geburt vergleichbar?

Geburtsschmerzen sind intensiv und unterschiedlich, oft verglichen mit starken Regelschmerzen, Magenkrämpfen und Rückenschmerzen, die in Wellen kommen und gehen, mit Pausen dazwischen. Es ist ein krampfender, ziehender Schmerz, der sich von Frau zu Frau anders anfühlt, aber die intensive Dehnung des Muttermundes, Beckens und Damms beschreibt. Das Besondere: Der Körper schüttet Endorphine aus, die den Schmerz lindern und eine Art Trance erzeugen können, sodass die Schmerzen in den Pausen nachlassen. 

Warum hören so viele Hebammen auf?

Grund sind die zunehmenden Belastungen, aber auch die Veränderungen durch den neuen Hebammenhilfevertrag, der seit dem 01. November in Kraft ist. Lisa Betzholz-Weber hat mit einer Hebamme aus Ottweiler über die aktuellen Belastungen und die Zukunft der Hebammen gesprochen.

Was verdient eine Hebamme pro Frau?

Das Medianentgelt für den Beruf "Hebamme" in der Berufsgattung "Berufe in der Geburtshilfe & Entbindungspflege - komplexe Spezialistentätigkeiten" beträgt 4.380 €. Das untere Quartil liegt bei 3.751 € und das obere Quartil beträgt 4.936 €.