Wie teuer darf ein Auto bei Bürgergeld sein?

Gefragt von: Heino Unger
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Bei Bürgergeld darf ein Auto einen Verkaufswert von bis zu 15.000 Euro haben, ohne dass es als verwertbares Vermögen gilt – ein deutlicher Anstieg gegenüber den früheren Hartz-IV-Regeln (7.500 €). Überschreitet der Wert diese Grenze, muss das Jobcenter im Einzelfall entscheiden, ob das Fahrzeug trotzdem "angemessen" ist, wobei auch der Bedarf für die Arbeitsaufnahme eine Rolle spielt und Zuschüsse möglich sind.

Kann ich mit Bürgergeld ein Auto kaufen?

Bürgergeld-Empfänger dürfen ein Auto besitzen, wenn es als "angemessen" gilt (bis 15.000 € Wert) und muss dem Jobcenter gemeldet werden. Ein Zuschuss zum Autokauf ist möglich, wenn das Fahrzeug unbedingt für den Weg zur Arbeit notwendig ist und öffentliche Verkehrsmittel nicht ausreichen, wird aber meist nur als Darlehen gewährt und vom Regelsatz abgezogen. Neuere Regelungen, wie z.B. in Dortmund, sehen bis zu 5.000 € Zuschuss für notwendige Anschaffungen wie ein Auto vor.
 

Wie viel zahlt das Jobcenter für ein Auto?

Das Jobcenter gibt ein Darlehen für ein Auto, wenn es für einen Job dringend nötig ist, meist als Darlehen mit Rückzahlung, nicht als Zuschuss; die Höhe ist oft begrenzt (z.B. bis 1.500 €), kann aber bei Bedarf auch höher sein (manche Städte experimentieren mit bis zu 5.000 € Zuschuss, aber das ist selten und streng geprüft). Entscheidend ist, dass das Auto notwendig für den Arbeitsweg ist und der Wert angemessen bleibt (oft bis 15.000 €), wobei das Jobcenter die Gesamtsituation prüft.
 

Was für ein Auto darf man als Bürgergeld-Empfänger haben?

Als Bezieher*in von Bürgergeld dürfen Sie grundsätzlich ein Kraftfahrzeug besitzen, wenn dieses angemessen ist. Angemessen bedeutet, dass der Wert des Autos innerhalb der gesetzlich geregelten Vermögensgrenzen für Bürgergeld-Beziehende liegt.

Wie teuer darf mein Auto bei Grundsicherung sein?

Bei Grundsicherung (Bürgergeld) gilt ein Auto bis zu einem Wert von 15.000 Euro als angemessen und ist anrechnungsfrei, das heißt, es zählt nicht zum zu berücksichtigenden Vermögen (Schonvermögen). Bei der Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung (SGB XII) wird ein Wert von bis zu 7.500 Euro als Orientierung genommen, aber auch hier kann ein teureres Auto in Einzelfällen akzeptiert werden, wenn es für die Erwerbsfähigkeit oder als Härtefall notwendig ist. Der Wert bezieht sich auf den aktuellen Zeitwert, und der Freibetrag gilt pro erwerbsfähigem Mitglied der Bedarfsgemeinschaft, wobei ein Fahrzeugwert über 15.000 € (Bürgergeld) das Gesamtvermögen reduzieren kann. 

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Wie hoch darf der Wert eines Autos bei Bürgergeld sein?

Bei Bürgergeld darf ein Auto bis zu 15.000 € wert sein, ohne als anrechenbares Vermögen zu zählen; darüber hinaus wird der übersteigende Betrag als Vermögen betrachtet, es sei denn, das Fahrzeug ist für die Arbeitsaufnahme unerlässlich, dann kann das Jobcenter in Ausnahmefällen sogar einen Zuschuss bis zu 5.000 € gewähren oder Darlehen für den Kauf gewähren. 

Wie viel darf ein Auto maximal Kosten?

Ein Auto sollte idealerweise nicht mehr als 15-25 % deines monatlichen Nettoeinkommens kosten, inklusive aller laufenden Kosten (Versicherung, Steuer, Sprit, Wartung). Als Faustregel für den Kaufpreis gelten oft maximal 3-4 Monatsgehälter oder dass die monatliche Rate nicht mehr als 10 % des Nettogehalts beträgt, wobei 20 % Anzahlung angestrebt werden sollten (20/4/10-Regel). Die genaue Grenze hängt stark von deinen individuellen Einkommens-, Spar- und Lebensumständen ab. 

Kann das Jobcenter sehen, ob ich ein Auto habe?

der Sozialämter können im begründeten Einzelfall bei der Zulassungsstelle fragen, ob Sie Halter eines Kraftfahrzeugs sind, wenn z. B. Zweifel an Ihren Angaben bestehen (§ 67a Abs. 2 Satz 2 Nr.

Was darf ein Bürgergeld-Empfänger besitzen?

Vermögen und Ersparnisse müssen nicht mehr aufgebraucht werden, bevor es die Leistungen gibt. Das geschützte Schonvermögen beträgt im Jahr 2024 40.000 Euro für eine Person, für jede weitere Person im Haushalt kommen 15.000 Euro hinzu. Selbstgenutztes Wohneigentum bleibt außer Betracht.

Wer zahlt die Autoversicherung bei Bürgergeld?

Wird bei Bürgergeld KFZ-Versicherung übernommen? Eine KFZ-Versicherung zählt zur privaten Haftpflicht. Bei Bürgergeld-Bezug kommt es dabei zur Anrechnung der KFZ-Versicherung. 30 EUR werden monatlich auf Ihr Einkommen angerechnet und anteilig nicht mit Ihren Bezügen verrechnet.

Kann ich Bürgergeld von 5.000 € für mein Auto beantragen?

Laut der am 27. Mai in Kraft getretenen „ermessenslenkenden Weisung“ können Bezieher von Bürgergeld künftig eine einmalige Zahlung beantragen, wenn sie unmittelbar vor Arbeitsantritt stehen und ohne eigenes Fahrzeug nicht zum Arbeitsplatz gelangen würden.

Wer bekommt 5000 Euro Zuschuss?

Beantragen können sie Privatpersonen mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen des gesamten Haushalts von bis zu 80.000 Euro. Pro Kind erhöht sich die Grenze um 5000 Euro.

Kann ich Bürgergeld in einem Wohnmobil beziehen?

Ein Wohnmobil kann beim Bürgergeld als Wohnung anerkannt werden, wenn es die einzige Unterkunft ist; dann werden Kosten wie Kfz-Steuer, Versicherung und Stellplatz oft vom Jobcenter übernommen, während Benzin und Wartung aus der Regelleistung gezahlt werden müssen, da das Fahrzeug dann als "Kosten der Unterkunft" (KdU) zählt. Besitzt man zusätzlich eine Wohnung, wird der Wert des Wohnmobils als Vermögen angerechnet, es sei denn, es ist als Arbeitsmittel oder aus anderen Gründen notwendig und angemessen (z.B. als Schonvermögen bis ca. 15.000 € Wert bei angemessener Größe). 

Wie viel Geld bekomme ich für ein Auto vom Jobcenter?

Das Jobcenter gibt ein Darlehen für ein Auto, wenn es für einen Job dringend nötig ist, meist als Darlehen mit Rückzahlung, nicht als Zuschuss; die Höhe ist oft begrenzt (z.B. bis 1.500 €), kann aber bei Bedarf auch höher sein (manche Städte experimentieren mit bis zu 5.000 € Zuschuss, aber das ist selten und streng geprüft). Entscheidend ist, dass das Auto notwendig für den Arbeitsweg ist und der Wert angemessen bleibt (oft bis 15.000 €), wobei das Jobcenter die Gesamtsituation prüft.
 

Wie kann ich mein Auto bei Sozialhilfe behalten?

Wer ein Auto nicht aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen zu Eigentum hat, besitzt oder benutzt, dem werden die Sozialhilfeleistungen um den Wert der Aufwendungen (Vermögenswert und Betriebskosten) gekürzt. Vorgängig ist mittels entsprechender Auflage zu verlangen, dass die Nummernschilder deponiert werden.

Wann übernimmt das Jobcenter die Kosten für ein Auto?

Das Jobcenter zahlt ein Auto nicht einfach so, aber es kann einen Zuschuss oder ein zinsloses Darlehen gewähren, wenn das Fahrzeug dringend für die Aufnahme oder Sicherung eines Jobs benötigt wird, weil öffentliche Verkehrsmittel nicht ausreichen, der Arbeitsweg zu weit ist oder der Arbeitgeber ein Auto voraussetzt, vor allem bei einem sich anbahnenden, unbefristeten Arbeitsverhältnis. Die Unterstützung erfolgt aus dem „Vermittlungsbudget“ und ist eine Ermessensleistung, kein Rechtsanspruch, wobei Beträge bis zu 5.000 € als Zuschuss möglich sind. 

Wie viel Geld darf man geschenkt bekommen bei Bürgergeld?

Bei Bürgergeld dürfen Sie Geldgeschenke bis zu einem Freibetrag von 50 Euro pro Jahr behalten; größere Beträge werden als Einkommen angerechnet und kürzen Ihre Leistungen, es sei denn, sie sind angemessen und nicht zweckgebunden (z.B. für spezifische Anlässe wie Konfirmation/Jugendweihe, wo höhere Freibeträge gelten können). Wichtig: Es zählt der Gesamtbetrag über das Jahr, und der Verwendungszweck darf nicht den Regelsatz decken, wie Essen oder Lebensmittel. 

Werden Bürgergeld-Empfänger kontrolliert?

Bei Bezug von Bürgergeld sind Kontrollen vom Jobcenter möglich. Empfänger von Bürgergeld erwartet eine Kontrolle, wenn beispielsweise Zweifel an den Angaben zu den Lebensumständen bestehen.

Wie viel Geld darf man auf dem Konto haben, wenn man arbeitslos ist?

Wenn Sie Arbeitslosengeld I (ALG I) beziehen, gibt es keine Vermögensgrenze für Ihr Konto, da Ersparnisse nicht angerechnet werden; aber bei Bezug von Bürgergeld (ALG II) gilt: Im ersten Jahr (Karenzzeit) sind bis zu 40.000 € geschützt, danach sind es 15.000 € pro Person als Schonvermögen, wobei auch größere Gegenstände wie Autos oder Immobilien als Vermögen zählen. 

Wie viel darf ein Auto kosten Bürgergeld?

Bei Bürgergeld darf ein Auto bis zu 15.000 € wert sein, ohne als anrechenbares Vermögen zu zählen; darüber hinaus wird der übersteigende Betrag als Vermögen betrachtet, es sei denn, das Fahrzeug ist für die Arbeitsaufnahme unerlässlich, dann kann das Jobcenter in Ausnahmefällen sogar einen Zuschuss bis zu 5.000 € gewähren oder Darlehen für den Kauf gewähren. 

Wie teuer darf mein Auto sein?

Um herauszufinden, wie viel Auto Sie sich leisten können, nutzen Sie die Faustregel: Die gesamten monatlichen Autokosten (Rate, Versicherung, Sprit, Steuern, Wartung, Wertverlust) sollten nicht mehr als 15–25 % Ihres Nettoeinkommens betragen; oft wird auch eine Rate von nur 10 % des Nettoeinkommens empfohlen. Wichtig ist, alle Kosten zu berücksichtigen und Ihre persönliche Lebenssituation (Familie, Fahrleistung) einzubeziehen, um ein realistisches Budget zu finden.
 

Kann das Jobcenter auf mein Konto gucken?

Jobcenter dürfen nicht nur Kontoauszüge vom Leistungsberechtigten einfordern, sondern können bei einem bloßen Verdacht auf die Kontodaten zugreifen.

Ist 40000 für ein Auto viel?

Von über 60 aktuellen Kleinwagen kosten gerade mal drei unter 15.000 Euro. In den höheren Fahrzeug-Klassen sieht es nicht besser aus: Für ein Mittelklasseauto sollte man mittlerweile rund 40.000 Euro einplanen.

Wie hoch darf mein Auto maximal sein?

Wie hoch und schwer darf ein Auto beladen sein? Die maximale Fahrzeughöhe mit Ladung beträgt 4 Meter, das zulässige Gewicht steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I. Zuladung ergibt sich aus der Differenz zwischen Gesamt- und Leergewicht.

Welches Auto bei welchem Einkommen?

Welches Auto Sie sich leisten können, hängt von Ihrem Nettoeinkommen ab; eine gängige Faustregel besagt, dass die monatlichen Gesamtkosten (Rate, Versicherung, Steuer, Wartung, Sprit) nicht mehr als 15-25 % des Nettoeinkommens betragen sollten, was bei 3.000 € Netto etwa 450-750 € monatlich bedeutet und einen Listenpreis von grob bis ca. 30.000-40.000 € erlaubt, während bei höherem Einkommen (z.B. 5.000 € Netto) teurere Modelle drin sind. Bei Firmenwagen richtet sich die Klasse nach dem Bruttojahresgehalt, z.B. Mittelklasse bis 50k€ Brutto, obere Mittelklasse/Premium bis 80k€ Brutto und Luxusklasse ab 120k€ Brutto.