Wie viel Rente bekommt eine Frau nach der Scheidung?

Gefragt von: Frau Liselotte Köhler
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Nach einer Scheidung bekommt eine Frau nicht automatisch eine feste Rente, sondern ihre Altersvorsorge wird durch den Versorgungsausgleich geteilt, wobei alle während der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche (gesetzlich, betrieblich, privat) hälftig aufgeteilt werden, sodass die Rentenansprüche beider Partner ausgeglichen werden. Das bedeutet: Sie erhält einen Anteil der Rente ihres Ex-Mannes, aber auch ein Teil ihrer eigenen Rente wird auf sein Konto übertragen, was zu einer erhöhten Rente für sie und einer verminderten Rente für ihn führt.

Wie hoch ist der Rentenanspruch meiner Ehefrau nach der Scheidung?

Eine geschiedene Ehefrau hat bei einer Scheidung durch den sogenannten Versorgungsausgleich Anspruch auf die Hälfte der Rentenanwartschaften, die ihr Ex-Mann während der Ehezeit erworben hat, was zu einer Aufteilung der Rentenpunkte führt. Zudem kann unter bestimmten Voraussetzungen (Ehe vor 1977, Unterhalt bezogen, keine Wiederheirat, Mindestversicherungszeit erfüllt) eine Witwenrente (Hinterbliebenenrente) möglich sein, auch nach einer Scheidung, falls der Ex-Partner verstirbt. Es gibt auch die Option einer einmaligen Ausgleichszahlung statt der Teilung der Rente, was steuerliche Folgen hat. 

Wie viel von meiner Rente erhält meine Ex-Frau?

Die gebräuchlichste Formel zur gerechten Aufteilung einer öffentlichen Pension wurde vom Berufungsgericht des Bundesstaates im Fall Majauskas gegen Majauskas festgelegt. Diese Formel sieht vor, dass der Ex-Ehepartner die Hälfte des während der Ehe erworbenen Pensionsanspruchs erhält .

Wie viel Prozent meiner Rente bekomme ich bei einer Scheidung?

Bei einer Scheidung werden die während der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche beider Partner durch den Versorgungsausgleich geteilt: Die Rentenpunkte (Entgeltpunkte) werden addiert und dann jeweils zu 50 Prozent aufgeteilt, sodass beide Ex-Partner am Ende die Hälfte der Gesamtpunkte erhalten, was zu einer gerechteren Altersvorsorge führt. Die Höhe hängt also stark davon ab, wie viele Punkte während der Ehezeit gesammelt wurden. 

Wie viel Prozent bekommt meine geschiedene Frau von meiner Rente?

Geschiedene machen Halbe – Halbe

Lassen sich Eheleute scheiden, wird alles, was während der Ehe für die Altersvorsorge angespart wurde, zusammengerechnet und je zur Hälfte geteilt – und zwar bereits bei der Scheidung und nicht erst beim Eintritt ins Rentenalter.

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Wie viel Geld steht einer Frau nach der Scheidung zu?

Bei einer Scheidung bekommt die Frau je nach Situation Unterhalt (Trennungs- und nachehelicher Unterhalt, oft ca. 45% des bereinigten Nettoeinkommens des Ex-Partners), einen Ausgleich des während der Ehe erwirtschafteten Vermögens (Zugewinnausgleich) und eine hälftige Teilung der während der Ehe erworbenen Rentenansprüche (Versorgungsausgleich) – falls kein Ehevertrag etwas anderes regelt. Der konkrete Anspruch hängt von Einkommen, Ehedauer, Kinderbetreuung und Vermögensentwicklung ab.
 

Wie viel Rente bekomme ich von meinem Ex-Mann?

Die große Witwen- oder Witwerrente beträgt grundsätzlich 55 Prozent der Rente, die Ihr Ehepartner/Lebenspartner oder Ihre Ehepartnerin/Lebenspartnerin zum Zeitpunkt des Todes bezogen hat oder hätte.

Was passiert mit der Rente, wenn der geschiedene Partner wieder heiratet?

Wenn Ihr geschiedener Partner wieder heiratet, hat das keine direkten Auswirkungen auf die von Ihnen nach dem Versorgungsausgleich erhaltenen Rentenanteile aus Ihrer geschiedenen Ehe, da diese Anrechte auf ewig geteilt wurden. Die Wiederheirat des geschiedenen Partners ändert nichts an den Rentenansprüchen, die Sie durch den Versorgungsausgleich während der Ehe erworben haben. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass der Anteil des Partners an Sie zurückfällt, aber das ist in der Regel nicht der Fall. 

Wie hoch ist der Versorgungsausgleich nach 12 Jahren Ehe?

Wenn die Ehezeit 12 Jahre betrug, beläuft sich der auszugleichende Ehezeitanteil seiner Pension auf 12/38 x 3.000,- Euro = 947,- Euro. Privat- und Betriebsrenten haben oft ihre eigenen Berechnungsmethoden, im Grundsatz ist es aber immer ähnlich: Es wird immer der Ehezeitanteil herausgerechnet.

Wie wird die Rente bei einer Scheidung geteilt?

Wenn eine Ehe geschieden wird, erfolgt in der Regel ein sogenannter Versorgungsausgleich. Das bedeutet: Rentenansprüche, die einer der Ehegatten während der Ehezeit erworben hat, werden hälftig geteilt. Das gilt auch – und gerade – bei Rentnern.

Wie viel Prozent Rente bekommt eine Frau von ihrem Mann?

Kleine Witwenrente bzw.

kleine Witwerrente oder eine große Witwen- bzw. große Witwerrente ausgezahlt. Wer Anspruch auf eine kleine Witwenrente – oder kleine Witwerrente – hat, erhält üblicherweise 25 Prozent der Rente, die der verstorbene Partner zum Zeitpunkt seines Todes bekommen hätte oder tatsächlich bekommen hat.

Wie wird der Trennungsunterhalt berechnet, wenn der Ex-Partner in Rente ist?

Trennungsunterhalt und nachehelicher Unterhalt bei Rentnern

Ist der Ex-Partner selbst in Rente, wird die Rente als Einkommen auf den Unterhaltsanspruch angerechnet. War die Ehe nur von kurzer Dauer, kann dieser Umstand Einfluss auf die Berechnung der Unterhaltshöhe und Dauer des Unterhaltsanspruchs haben.

Wie berechnet sich die Rente bei Ehepaaren?

Kleine Witwenrente und Witwerrente

Die Rente beträgt 25 Prozent der Rentenansprüche der verstorbenen Person. Sie wird nur für den Zeitraum von 24 Kalendermonaten nach dem Tod der Ehepartnerin beziehungsweise des Ehepartners oder der Lebenspartnerin beziehungsweise des Lebenspartners gezahlt.

Wie lange muss ein Mann Unterhalt für seine geschiedene Frau zahlen?

Fehlt es an ehebedingten Nachteilen, wird in der Praxis der nacheheliche Unterhalt üblicherweise auf eine Zeit von 1/3 bis 1/4 der Ehedauer begrenzt. Dauerte die Ehe zum Beispiel von der (standesamtlichen) Heirat bis zur Zustellung des Scheidungsantrags 12 Jahre, ist der Unterhalt für 3-4 Jahre zu bezahlen.

Hat die zweite Ehefrau Anspruch auf Rente?

Eine zweite Ehefrau hat grundsätzlich Anspruch auf Witwenrente, aber erst nach mindestens einem Jahr Ehezeit (außer bei unvorhergesehenem Tod) und die Höhe (kleine/große Witwenrente) hängt von Alter, Einkommen und der Dauer der Ehe ab, wobei der Versorgungsausgleich nach einer Scheidung die Ansprüche mindert, aber eine Rückabwicklung möglich ist. Der Anspruch entsteht nach dem Tod des Ehepartners und wird durch frühere Ehen und deren Versorgungsausgleich beeinflusst. 

Wie wird die Scheidungsrente geteilt?

Die Scheidungsrente wird von der Pensionskasse Swiss Re lebenslang an den Ehepartner ausgezahlt. Ist der Ehegatte noch erwerbstätig, so wird der vom Gericht zugesprochene Anteil der Altersrente jährlich an die Pensionskasse des Ehepartners überwiesen.

Hat meine Ex-Frau Anspruch auf meine Rente?

Nein, grundsätzlich hat Ihre Ex-Frau keinen Anspruch auf Ihre Rente, weil der Versorgungsausgleich bei Scheidung Ihre Rentenansprüche bereits geteilt hat. Ein Anspruch auf eine Witwenrente (Hinterbliebenenrente) besteht nach Scheidung nur in seltenen Ausnahmefällen, z.B. wenn die Ehe vor dem 1. Juli 1977 geschieden wurde und die Ex-Partner sich nicht wieder verheiratet haben, plus weitere strenge Bedingungen erfüllt sind, die kaum noch zutreffen. 

Wie viele Rentenpunkte bekommt die Frau bei Scheidung?

Bei einer Scheidung bekommt die Frau (bzw. der Ex-Partner mit weniger Rentenansprüchen) die Hälfte der Rentenpunkte, die der andere Partner während der Ehezeit erworben hat, umgekehrt wird auch der Anspruch des besserverdienenden Partners geteilt – es gibt einen hälftigen Ausgleich der während der Ehe gesammelten Anrechte, was bedeutet, dass beide Partner am Ende die gleiche Summe an Rentenpunkten aus der Ehezeit haben. Das Ziel ist eine 50/50-Teilung der während der Ehe aufgebauten Rentenansprüche (Entgeltpunkte).
 

Wie lange nach der Scheidung kann man Zugewinnausgleich bekommen?

Der Anspruch auf Zugewinnausgleich verjährt in der Regel nach drei Jahren ab dem Ende des Jahres, in dem die Scheidung rechtskräftig wurde und Sie von Ihrem Anspruch Kenntnis erlangt haben. Das bedeutet, die Frist beginnt am 31. Dezember des Jahres der Scheidung und läuft dann drei volle Jahre, also bis zum 31. Dezember drei Jahre später. Verhandlungen oder ein Antrag beim Familiengericht können die Verjährung hemmen. 

Hat man als geschiedene Frau Anspruch auf Witwenrente?

Ja, eine Witwenrente trotz Scheidung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich, vor allem wenn die Scheidung vor dem 1. Juli 1977 stattfand und Sie im letzten Jahr vor dem Tod des Ex-Partners Unterhalt erhielten oder einen Anspruch darauf hatten, nicht wieder geheiratet haben und Ihr Ex-Partner die Wartezeit erfüllt hat – die Bedingungen sind heute aber sehr selten erfüllbar, da der Versorgungsausgleich die Rentenansprüche seit 1977 teilt. 

Warum sich heiraten im Alter noch lohnt?

Heiraten im Alter lohnt sich wegen finanzieller Absicherung (Witwen-/Witwerrente, Erbschaftssteuerfreibeträge, Steuerklassen-Vorteile wie Splitting), gegenseitiger Unterstützung bei Krankheit und Pflege, der Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden (gesündere Ernährung, weniger Stress) und der besseren rechtlichen Absicherung bei Entscheidungen, was gerade bei steigender Lebenserwartung die Lebensqualität erhöht.
 

Was passiert mit der Rente, wenn der geschiedene Mann stirbt?

Was viele nicht wissen: Wenn der geschiedene Partner verstirbt und zuvor keine oder höchstens 36 Monate Rente bezogen hat, kann der überlebende Partner die Differenz zu seiner gekürzten Rente wieder zurückverlangen. Dazu muss man jedoch einen Antrag bei der Rentenversicherung stellen.

Hat meine geschiedene Frau Anspruch auf meine Pension?

Nach einer Scheidung werden die Rentenansprüche durch den Versorgungsausgleich geteilt, wobei jede Ehehälfte die Hälfte der während der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche (Entgeltpunkte) des Partners erhält, was zu einer internen Teilung führt und die spätere Rente beider Partner erhöht, um eine faire Aufteilung sicherzustellen. Der Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente entfällt in der Regel, da die Ehe durch die Scheidung beendet ist, es sei denn, es gibt spezielle Ausnahmen. 

Was steht mir als Rentnerin bei einer Scheidung zu?

Z. B.: Erhält der Mann eine monatliche Rente von 2000 Euro, während die Frau 1000 Euro verdient, dann werden die beiden Renten addiert. In der Summe macht das 3000 Euro. Geteilt durch zwei ergibt sich ein Anspruch von 1500 Euro pro Ehepartner.

Was steht mir als Ehemann zu, wenn meine Frau stirbt?

Stirbt ein Ehepartner, hat der hinterbliebene Partner Anspruch auf eine Hinterbliebenen-Rente (Witwen- oder Witwerrente). Diese beträgt 55 % der Rente des Verstorbenen. Haben Sie jedoch vor 2002 geheiratet und ist ein Ehepartner vor dem 2.1.1962 geboren, gilt altes Recht. Die Hinterbliebenen-Rente beträgt dann 60 %.