Wie viel sollte man für eine Rentenberatung bezahlen?

Gefragt von: Georgios Winkler
sternezahl: 4.6/5 (72 sternebewertungen)

Für eine Rentenberatung sollten Sie mit Kosten rechnen, die je nach Aufwand variieren, wobei die Erstberatung oft eine Obergrenze von ca. 190 € zzgl. USt hat, während umfangreichere Fälle nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) abgerechnet werden; viele kostenlose Alternativen gibt es jedoch bei der Deutschen Rentenversicherung und Sozialverbänden wie dem SoVD, die über professionelle Berater hinaus kostenfreie Hilfe anbieten.

Wie hoch sind die Kosten für eine Rentenberatung?

Die Kosten für einen Rentenberater variieren je nach Aufwand, sind aber oft durch das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) begrenzt; eine Erstberatung kostet typischerweise 100 bis 300 € (teilweise inklusive MwSt.), während komplexere Fälle (Kontenklärung, Anträge) höhere Gebühren verursachen können, die oft mit dem Stundenlohn (ca. 160-200 €/Std.) verrechnet werden, aber auch Pauschalen oder höhere Beträge bei hohem Aufwand sind möglich. Viele Berater schließen eine Honorarvereinbarung ab und informieren transparent über die Kosten vorab, wobei sich die Investition oft durch bares Geld (z.B. höhere Rente) amortisiert. 

Ist eine Rentenberatung sinnvoll?

Um etwas mehr Klarheit ins Dunkle zu bringen, lohnt sich eine Rentenberatung. Wer sie durchführt, wann sie rentabel ist und für wen, wird jetzt genauer durchleuchtet. Komplexität der Rentenfragen: Eine Rentenberatung hilft, individuelle Fragen zur Altersvorsorge, Erwerbsminderung und Rentenarten fachgerecht zu klären.

Wie viel muss man für eine Rentenversicherung bezahlen?

Der Beitrag zur Rentenversicherung für Arbeitnehmer:innen im Jahr 2025 beträgt 9,3 Prozent des monatlichen Bruttolohns. Auch 2022, 2023 und 2024 lag der Rentenbeitrag in der allgemeinen Rentenversicherung bei 18,6 Prozent des Bruttolohns. Er wurde von 2024 auf 2025 nicht verändert und nicht erhöht.

Was kostet eine Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung?

Die Rentenversicherung ist erste Anlaufstelle für Ratsuchende bei Fragen rund um die Rente. Ihre Beratung ist kostenlos.

Rente mit 63 – teurer Fehler oder genialer Move?

39 verwandte Fragen gefunden

Kann man Kosten für eine Rentenberatung steuerlich absetzen?

Und noch eine gute Nachricht: Kosten für eine Rentenberatung kannst du glücklicherweise als Werbungskosten steuerlich geltend machen.

Wer bezahlt die Rentenberatung?

Rentenberater handeln in Ihrer Funktion unabhängig. Sie werden weder von einem Versicherungsunternehmen noch von der gesetzlichen Rentenversicherung bezahlt. Ihre Vergütung ist nicht provisionsabhängig. Sie als Mandant zahlen für die Leistung, die Sie in Anspruch nehmen.

Wie viel Euro muss ich einzahlen, um einen Rentenpunkt zu bekommen?

Rentenpunkte zu kaufen kostet eine erhebliche Summe, da sich der Preis nach dem jährlichen Durchschnittsentgelt richtet: Für 2025 liegt der Betrag bei rund 9.392 € pro Rentenpunkt, da dies 18,6 % des vorläufigen Durchschnittsverdienstes sind, wobei man für diesen Preis eine monatliche Rente von etwa 39,32 € (Stand 2025) erhält. Die Kosten variieren jährlich und sind für Ost- und Westdeutschland teils unterschiedlich (2024 z.B. 8.437 € West, 8.320 € Ost). Man kann diese Sonderzahlungen als Einmalbetrag oder in Raten leisten und sie sind steuerlich absetzbar, aber das Geld ist langfristig gebunden. 

Was passiert, wenn ich keine 45 Arbeitsjahre voll habe?

Werden 45 Beitragsjahre nicht erreicht, können sie mit 67 Jahren abschlagfrei in den Ruhestand eintreten.

Wie viel muss ich für 1000 Euro Rente einzahlen?

Hier jedoch ein grober Richtwert: Um ab einem Alter von 40 Jahren bis zum Rentenbeginn mit 67 Jahren eine monatliche Rente von 1.000 EUR zu erhalten, müsste man ungefähr 500 EUR monatlich bei einer angenommenen Rendite von 3 Prozent jährlich einzahlen.

In welchem Alter sollte man zur Rentenberatung gehen?

Man sollte zur Rentenberatung gehen, wenn man einen Überblick über die Altersvorsorge braucht (schon mit 50+) oder kurz vor der Rente steht (3-6 Monate vorher), um den Antrag vorzubereiten; je früher man die Rentenlücke erkennt, desto besser lässt sie sich schließen. Der optimale Zeitpunkt hängt vom persönlichen Anliegen ab – früh für die Vorsorgeplanung, später für die Antragstellung. 

Sind ehrenamtliche Rentenberater kostenlos?

Rentenberatung (ehrenamtlich) Information & Beratung

Wenn Sie Fragen zu Ihrer Rente haben, Ihr Rentenkonto geklärt werden muss oder Sie einen Rentenantrag stellen möchten, hilft er gern. Seine Unterstützung ist ehrenamtlich und somit kostenfrei.

Was muss man zur Rentenberatung mitbringen?

Für eine Rentenberatung sollten Sie Ihren Personalausweis, Ihre Sozialversicherungsnummer (oder den letzten Versicherungsverlauf), Ihre Krankenkassenkarte, Ihre IBAN und Steuer-ID mitbringen, sowie alle relevanten Unterlagen zu Berufen, Ausbildungen, Kindererziehung, Arbeitslosengeld, Krankengeld, Betriebsrenten, medizinischen Gutachten oder ausländischen Versicherungszeiten, falls vorhanden – je spezifischer Ihre Fragen, desto mehr Nachweise sind hilfreich. 

Was sollte man bei der Rentenberatung fragen?

Typische Fragen in der Rentenberatung drehen sich um den Rentenbeginn (frühzeitig oder Regel), die Höhe der späteren Rente, die Absicherung von Versorgungslücken, Rentenarten, die Auswirkungen von Kindererziehung oder Pflegezeiten, sowie die Anrechnung von Einkommen, die Korrektur von Rentenkonten (besonders bei DDR-Zeiten) und die Möglichkeiten der privaten oder betrieblichen Vorsorge. Auch Fragen zur steuerlichen Behandlung und zum Auslandseinkommen sind häufig.
 

Was kostet eine Prüfung des Rentenbescheides?

Die Kosten für eine Rentenbescheid-Prüfung durch externe Experten variieren stark: Von ca. 20 € für eine Schnellfrage bis zu 250 € - 600 € oder mehr für umfassende Prüfungen oder Widerspruchsverfahren, abhängig von Anbieter und Leistungsumfang (z.B. Erstberatung 60-100 €, Paketlösungen 399 € - 629 €). Die Deutsche Rentenversicherung bietet eine kostenlose Erstberatung an, birgt aber das Risiko, dass eine Rente gekürzt oder Nachzahlungen fällig werden. 

Ist die Erstberatung beim Anwalt immer kostenlos?

Deshalb hat der Gesetzgeber seit dem 1. Juli 2006 die Erstberatung bei einem Anwalt und die Kosten der Höhe nach auf 190 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer gedeckelt. Diese Regelung gilt jedoch lediglich für Privatpersonen, während Selbstständige und Unternehmer ausgenommen sind.

Kann ich mit 63 Jahren in Rente gehen, wenn ich 45 Jahre gearbeitet habe?

Ja, nach 45 Arbeitsjahren können Sie früher in Rente gehen, aber ob mit 63 abschlagsfrei, hängt von Ihrem Geburtsjahr ab; die Grenze wird schrittweise angehoben, sodass für neuere Jahrgänge (z.B. ab 1964) das abschlagsfreie Eintrittsalter 65 Jahre beträgt, während frühere Jahrgänge (z.B. vor 1953) mit 63 abschlagsfrei gehen konnten. Die \"Rente mit 63\" ist die Altersrente für besonders langjährig Versicherte, aber das tatsächliche Alter verschiebt sich, bis es bei 65 liegt, ohne dass Abschläge fällig werden. 

Was ist die 3. Regel für den Ruhestand?

Die 3%-Regel

Am anderen Ende des Spektrums gehen manche Rentner auf Nummer sicher und entnehmen 3–3,5 % ihres Vermögens . Dieser konservative Ansatz kann besser geeignet sein, wenn: Sie frühzeitig in Rente gehen und Ihr Geld länger reichen soll; Sie planen, Ihren Erben etwas zu hinterlassen.

Kann ich abschlagsfrei in Rente gehen, wenn ich vor meiner Rente 2 Jahre arbeitslos war?

Wenn Sie zwei Jahre vor der Rente arbeitslos werden, erhalten Sie weiterhin Arbeitslosengeld (ALG I), was Ihre Rentenansprüche positiv beeinflusst (Beiträge werden gezahlt), aber Vorsicht bei der Wartezeit für die abschlagsfreie Rente mit 45 Jahren: Die letzten 2 Jahre zählen dort nicht mit, es sei denn, die Arbeitslosigkeit resultiert aus Insolvenz oder Betriebsschließung, oder Sie füllen die Lücke durch Minijobs. ALG I wird bis zu 24 Monate gezahlt, wenn Sie über 58 sind und in den letzten fünf Jahren mindestens 4 Jahre gearbeitet haben. 

Wie viele Rentenpunkte bekomme ich für 10.000 €?

Mit 10.000 € Jahreseinkommen erhalten Sie abhängig vom Jahr und dem Durchschnittsentgelt rund 0,2 Rentenpunkte pro Jahr; beispielsweise 2025 sind es mit dem Durchschnitt von 50.493 € genau 0,198 Rentenpunkte (10.000 € / 50.493 €). Diese Zahl wird berechnet, indem Ihr Bruttojahreseinkommen durch das aktuelle Durchschnittsentgelt aller Versicherten geteilt wird.
 

Was kostet es, einen Rentenpunkt 2025 zu kaufen?

Im Jahr 2025 kostet ein Rentenpunkt bundesweit einheitlich 9.392 Euro (genauer: 9.391,70 €), was sich aus dem vorläufigen Durchschnittsentgelt von 50.493 € und dem Beitragssatz von 18,6 % ergibt. Für diesen Betrag erhalten Sie eine monatliche Rentensteigerung von rund 39,32 € (oder ca. 40,79 € laut einigen Quellen, da die genaue monatliche Steigerung variiert) für den Rest Ihres Lebens. 

Wie viele Rentenpunkte brauche ich für 2000 € Rente?

Um eine Bruttorente von 2.000 € zu erhalten, benötigen Sie je nach Jahrgang und Beitragsjahren rund 49 bis 72 Entgeltpunkte (EP); bei aktuellen Werten (2025) sind es etwa 49 EP (bei 40,79 € pro Punkt) und bei älteren Berechnungen (2022) bis zu 72 EP, da der Wert des Rentenpunktes steigt. Das bedeutet, Sie müssen über Ihr Berufsleben hinweg ein deutlich überdurchschnittliches Einkommen erzielen, oft das 1,1 bis 1,4-fache des Durchschnitts, um diese Menge an Punkten zu sammeln. 

Wie viel kostet eine Rentenberatung?

Für die Tätigkeit eines gerichtlich zugelassenen Rentenberaters entstehen Gebühren, die im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt sind. Für eine Erstberatung beträgt die Gebühr nach dem RVG 333,20 € inklusive Auslagenpauschale und der gesetzlicher Mehrwertsteuer.

Wann ist eine Rentenberatung sinnvoll?

Eine Rentenberatung ist frühzeitig ab Mitte 50 oder sogar früher sinnvoll, um die Altersvorsorge zu planen, aber auch kurz vor dem Rentenbeginn (ca. 6 Monate vorher) für die Antragstellung, wenn Sie sich in speziellen Lebenssituationen befinden (Selbstständigkeit, Teilzeit, Heirat, Scheidung) oder Ihre Renteninformation prüfen wollen, um Rentenlücken zu vermeiden. Je früher Sie beginnen, desto mehr Zeit haben Sie, um Ihre finanzielle Zukunft aktiv zu gestalten und Lücken zu schließen, da kostenlose Termine oft lange Wartezeiten haben.
 

Wann sollte man das erste Mal zur Rentenberatung?

Zur Rentenberatung sollten Sie idealerweise mit ca. 60 Jahren gehen, um Ihren Versicherungsverlauf zu prüfen und Lücken zu schließen, aber spätestens 3-6 Monate vor dem geplanten Rentenbeginn, um den Antrag rechtzeitig zu stellen und die Rente nahtlos zu starten – frühe Beratung hilft, Altersvorsorge aufzubauen, späte hilft bei der Antragstellung und Klärung offener Punkte.