Wie viel Weihnachtsgeld ist steuerfrei?

Gefragt von: Eckehard Jakob B.A.
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Normales Weihnachtsgeld ist nicht steuerfrei, sondern zählt zu den sonstigen Bezügen und wird voll versteuert – allerdings mit einem höheren Steuersatz, da es als Einmalzahlung behandelt wird und das Finanzamt das Jahreseinkommen hochrechnet. Steuerfrei sind nur Sachbezüge bis zu einer Freigrenze von 50 € pro Monat, wie z.B. Gutscheine, die an bestimmte Produkte gebunden sind, oder kleine Aufmerksamkeiten bei Weihnachtsfeiern (bis 110 € pro Feier).

Wie viel wird vom Weihnachtsgeld versteuert?

Weihnachtsgeld ist grundsätzlich voll steuer- und sozialversicherungspflichtig und wird als „sonstiger Bezug“ behandelt, was zu einem höheren Abzug führt, da das Finanzamt es hochrechnet, als wäre es reguläres Gehalt. Es gibt keinen festen Prozentsatz, da die Höhe von deinem individuellen Einkommen, Steuerklasse und Freibeträgen abhängt, aber oft bleiben nach Abzug von Lohnsteuer, Soli, ggf. Kirchensteuer und Sozialabgaben nur etwa 50-70% vom Bruttobetrag netto übrig, je nach Beispiel. Der höhere Steuerabzug kann meist durch die jährliche Steuererklärung ausgeglichen werden. 

Wie viel bleibt von 3000 Euro Weihnachtsgeld nach Steuern übrig?

Von 3000 € Brutto-Weihnachtsgeld bleiben je nach Steuerklasse und persönlichen Abzügen (Krankenkasse, Rentenversicherung etc.) typischerweise etwa 1800 bis 2200 € netto übrig, da es als „sonstiger Bezug“ höher besteuert wird, aber in der Steuererklärung oft mit der Fünftelregelung ausgeglichen werden kann. Der genaue Betrag hängt von Faktoren wie Steuerklasse, Bundesland, Kirchensteuerpflicht und Sozialversicherungsstatus ab. 

Was ist steuerlich besser, Weihnachtsgeld oder 13. Gehalt?

Der Betrag wird meist im November oder Dezember ausgezahlt. So muss das 13. Monatsgehalt genauso wie das normale Monatsgehalt versteuert werden. Da es eine Sonderzahlung ist, ist der Steuersatz häufig höher.

Wird Weihnachtsgeld zu 100% versteuert?

Auch Weihnachtsgeld ist voll steuerpflichtig. Und durch eine Besonderheit bei der Berechnung der Lohnsteuer für Sonderzahlungen bleibt sogar weniger vom Weihnachtsgeld übrig als erwartet. Weihnachtsgeld zählt bei der Steuer als sogenannter »sonstiger Bezug«.

Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld | Anspruch, Auszahlung & Höhe

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Wie rechne ich mein Weihnachtsgeld aus?

Um dein Weihnachtsgeld zu berechnen, multiplizierst du dein Bruttomonatsgehalt mit einem bestimmten Prozentsatz, der oft von deiner Betriebszugehörigkeit abhängt (z.B. 50 % bei 3000 € Gehalt = 1500 €) oder sich nach Tarifvertrag richtet; es ist eine Sonderzahlung und wird höher versteuert und verbeitragt als normales Gehalt, weshalb der Nettobetrag deutlich niedriger ist als der Bruttobetrag. 

Was bleibt von 1000 Euro Urlaubsgeld?

Von den 1.000 Euro Urlaubsgeld geht also knapp ein Viertel an Steuern zum Finanzamt. Und am Ende bleibt sogar noch weniger für ihre Urlaubskasse übrig, weil zusätzlich Abgaben für die Sozialversicherung anfallen.

Wie viel Prozent vom Gehalt ist Weihnachtsgeld?

Weihnachtsgeld ist oft ein Prozentsatz des Gehalts, typischerweise zwischen 50 und 100 Prozent eines Monatsgehalts, abhängig von Branche, Tarifvertrag und Betriebszugehörigkeit, wobei Tarifbeschäftigte (ca. 86 %) häufiger und mehr bekommen (durchschnittlich rund 2.987 € brutto) als Nicht-Tarifbeschäftigte (ca. 51 %), wo es oft eine freiwillige Leistung ist. Die Spanne reicht von 25 % (bei kürzerer Betriebszugehörigkeit) bis über 100 % (z.B. in der Metall- und Elektroindustrie), manchmal auch als 13. Monatsgehalt gezahlt. 

Wie wird das Weihnachtsgeld berechnet und wie hoch ist es?

Weihnachtsgeld ist eine freiwillige Sonderzahlung des Arbeitgebers zusätzlich zum Gehalt, die meist als Prozentsatz des Monatslohns (oft 50-100%) gezahlt wird und die Höhe ist in Verträgen oder Tarifverträgen geregelt, oft abhängig von Betriebszugehörigkeit und Branche; es ist steuerpflichtig, aber der Anspruch kann auch ohne Vertrag entstehen, wenn vergleichbare Kollegen es erhalten. 

Gibt es in Deutschland eine Weihnachtsprämie?

51 Prozent der deutschen Arbeitnehmer erhalten Weihnachtsgeld

Laut dem WSI-Tarifarchiv der Hans Böckler Stiftung erhalten 51 Prozent aller in Deutschland beschäftigten Arbeitnehmer mit ihrem November-Gehaltsscheck eine Weihnachtsgeldzahlung.

Kann ich Weihnachtsgeld steuerfrei sparen?

Weihnachtsgeld bietet kaum steuerliche Vorteile, da es als „sonstiger Bezug“ voll steuer- und sozialversicherungspflichtig ist und das Jahreseinkommen erhöht, wodurch oft ein höherer Steuersatz angewendet wird, aber es gibt Ausnahmen: Arbeitgeber können bis zu 50 € monatlich als steuerfreien Sachbezug (z. B. Gutschein, Prepaid-Karte) gewähren, und spezielle steuerfreie Zuwendungen für persönliche Anlässe (nicht Weihnachten) sind möglich, oder Arbeitgeberzuschüsse für z. B. Kinderbetreuung. 

Wie viel muss ich verdienen, um 2000 € netto zu bekommen?

Wir erinnern uns: Rentenpunkte hängen von deinem Gehalt und dem aktuell geltenden Durchschnittsgehalt ab. Um 2.000 € Netto-Rente zu erhalten, müsstest du mit den aktuellen Bedingungen 35 Jahre lang mindestens ca. 7.400 € brutto oder 40 Jahre lang mindestens ca. 6.400 € brutto monatlich verdienen.

Wie hoch ist die Weihnachtsprämie im Jahr 2025?

Im Jahr 2025 beträgt der Weihnachtszuschuss 100 % Ihres regulären wöchentlichen Gehalts . Der Mindestbetrag des Zuschusses beträgt 20 €. Wird die Erhöhung für einen anspruchsberechtigten Erwachsenen direkt an Ihren unterhaltsberechtigten Ehepartner, eingetragenen Lebenspartner oder Lebensgefährten ausgezahlt, wird auch der Weihnachtszuschuss direkt an diese Person ausgezahlt.

Was bleibt von 3000 Euro Weihnachtsgeld übrig?

Von 3000 € Brutto-Weihnachtsgeld bleiben je nach Steuerklasse und persönlichen Abzügen (Krankenkasse, Rentenversicherung etc.) typischerweise etwa 1800 bis 2200 € netto übrig, da es als „sonstiger Bezug“ höher besteuert wird, aber in der Steuererklärung oft mit der Fünftelregelung ausgeglichen werden kann. Der genaue Betrag hängt von Faktoren wie Steuerklasse, Bundesland, Kirchensteuerpflicht und Sozialversicherungsstatus ab. 

Kann ich mein Weihnachtsgeld als 13. Gehalt behalten?

  1. Gehalt und Weihnachtsgeld sind oft dasselbe, aber formal gibt es einen Unterschied: Das 13. Gehalt ist vertraglich oder tariflich festgelegt und eine Gegenleistung für die Arbeitsleistung, oft mit anteiliger Zahlung bei Kündigung; Weihnachtsgeld ist eine freiwillige, an die Betriebstreue geknüpfte Sonderzahlung, die nicht so leicht gekürzt werden kann. Beide sind keine gesetzlichen Pflichtleistungen, sondern ergeben sich aus Vertrag, Tarifvertrag oder betrieblicher Übung und müssen versteuert werden. 

Wie ist das Weihnachtsgeld versteuert?

Das Weihnachtsgeld wird mit sechs Prozent Lohnsteuer besteuert. Übersteigt es jedoch das Durchschnittsgehalt, so müsste der zu viel berechnete Anteil mit 20 bis 50 Prozent Lohnsteuer - je nach Höhe, siehe Lohnsteuertabelle - nachträglich besteuert werden.

Wie viel Steuern fallen auf Weihnachtsgeld an?

Weihnachtsgeld ist voll steuer- und sozialversicherungspflichtig und wird als "sonstiger Bezug" behandelt, was zu einer höheren Besteuerung führen kann, weil das Finanzamt das gesamte Jahreseinkommen hochrechnet und den progressiven Steuersatz anwendet, weshalb oft überraschend wenig übrig bleibt – aber in der Steuererklärung kann dies wieder ausgeglichen werden. Der genaue Betrag hängt von deinem Einkommen und deiner Steuerklasse ab, aber rechne damit, dass rund die Hälfte des Bruttobetrags für Steuern und Abgaben wegfällt. 

Was ist besser, Weihnachtsgeld oder das 13. Monatsgehalt?

Besser ist oft das 13. Monatsgehalt, weil es meist vertraglich garantiert ist und als Teil des regulären Einkommens gilt, das für die geleistete Arbeit honoriert wird, während Weihnachtsgeld eher eine freiwillige Prämie für Betriebstreue sein kann und somit weniger sicher ist, aber beide werden versteuert. Das 13. Gehalt ist meist fester Bestandteil des Einkommens, das Sie planen können, das Weihnachtsgeld oft eine Bonus-Zahlung, die der Arbeitgeber anpassen kann. 

Wie rechne ich mir das Weihnachtsgeld aus?

Es gibt keinen einzigen "Weihnachtsgeld-Rechner", da die Höhe je nach Vertrag variiert, aber du kannst mit allgemeinen Lohnsteuer-Rechnern (wie von Steuerbot oder Steuerring, Steuern.de) das Nettogehalt berechnen und die Höhe oft durch Tarifverträge, Betriebszugehörigkeit oder pauschale %-Sätze ermitteln (z.B. 25-55% des Monatslohns nach Betriebszugehörigkeit). Das Weihnachtsgeld ist eine „sonstige Bezüge“, wird nach der Jahreslohnsteuertabelle versteuert und ist voll sozialversicherungspflichtig. 

Ist ein 13. Monatsgehalt gut oder schlecht?

Das 13. Monatsgehalt ist für viele Arbeitnehmer in Deutschland eine wichtige Sonderzahlung. Die zusätzliche Gehaltszahlung verschafft finanzielle Planungssicherheit und dient Arbeitgebern als wichtiges Instrument zur Mitarbeiterbindung.

Wird Weihnachtsgeld in das Jahresgehalt eingerechnet?

Ja, Weihnachtsgeld zählt definitiv zum Jahresgehalt, da es eine steuer- und sozialversicherungspflichtige Sonderzahlung ("sonstiger Bezug") ist, die zum gesamten Brutto-Jahreseinkommen hinzugerechnet wird und somit in die jährliche Steuerberechnung einfließt, auch wenn es oft in einem Monat mit höherem Steuersatz abgezogen wird. 

Was ist Weihnachtsgeld und wie wird es berechnet?

Weihnachtsgeld ist eine Sonderzahlung von Arbeitgebern an Arbeitnehmer, zusätzlich zum regulären Gehalt, meist im November oder Dezember ausgezahlt, um die Arbeitsleistung zu honorieren, Betriebstreue zu fördern und die Ausgaben für die Weihnachtszeit zu decken. Es ist eine freiwillige Leistung, aber oft durch Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen, Arbeitsverträge oder betriebliche Übung verpflichtend. Es wird als „sonstige Bezüge“ behandelt und ist steuer- und sozialversicherungspflichtig, ähnlich einem 13. Monatsgehalt.
 

Wie werden Urlaubs- und Weihnachtsgeld versteuert?

Urlaubsgeld ist, wie Weihnachtsgeld auch, voll steuerpflichtig. Wird dieses nicht in monatlichen Teilen, sondern nur einmalig mit dem Gehalt überwiesen, ist es als sonstiger Bezug einzuordnen und wird auch als solcher versteuert. Im Monat der Auszahlung steigt dabei das normale Gehalt um die Summe des Urlaubsgelds an.

Wie viel Urlaubsgeld bei 3000 Brutto?

(3.000 Euro Monatsgehalt x 3) x 3 Urlaubstage / 65 Arbeitstage (13 Wochen x 5 Tage) = 415,39 Euro Urlaubsgeld. Bei einer Kündigung müssen Sie das Urlaubsgeld anteilig berechnen, da Sie den Urlaub nicht mehr nehmen können.