Wie wird die Grundrente berechnet?

Gefragt von: Ines Franke
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Die Grundrente wird als Zuschlag berechnet, indem die Entgeltpunkte aus sogenannten Grundrentenzeiten (mind. 33 Jahre mit Einkommen über 30 % des Durchschnitts) aufgewertet, auf bis zu 0,8 Punkte/Jahr verdoppelt, mit dem aktuellen Rentenwert multipliziert und davon 87,5 % gezahlt werden, wobei eine Einkommensprüfung eine Kürzung oder Streichung des Zuschlags bewirken kann. Die Formel ist vereinfacht: (Beitragsjahre × Differenz der Rentenpunkte × Rentenwert × 0,875).

Woher weiß ich, ob ich Anspruch auf Grundrente habe?

Woher weiß ich, ob ich Anspruch auf Grundrente habe? Die Deutsche Rentenversicherung prüft den Anspruch auf Grundrente in der Regel automatisch, ohne dass ein gesonderter Antrag nötig ist. Wer mindestens 33 Beitragsjahre hat, kann grundsätzlich Anspruch auf den Rentenzuschlag haben.

Wie hoch darf die Rente sein, um eine Grundrente zu bekommen?

Vereinfacht gesagt kann eine Grundrente gezahlt werden, wenn die ausgezahlte Rente nach 45 Jahren Beitragszahlung aus Erwerbstätigkeit unter 1.280 Euro liegt, bei 40 Beitragsjahren unter 1.144Euro. Eine genauere Beschreibung zur Berechnung ist in der folgenden Antwort erläutert.

Wann bekommt man keine Grundrente?

Niemand bekommt die Grundrente, der nie gearbeitet hat oder zu viel verdient, auch wenn er die nötigen Beitragsjahre (mindestens 33) zusammen hat; wer über den Einkommensgrenzen liegt (z. B. 2025 bei Alleinstehenden über ca. 14.380 € bzw. 1.840 €/Monat), dessen Zuschlag wird gekürzt oder gestrichen, wobei es keine Bedürftigkeitsprüfung gibt, sondern nur eine Einkommensprüfung nach oben. Auch wer nur Minijob-Zeiten oder Zeiten mit ALG-Bezug hat, die nicht voll zählen, oder wer sehr hohe Rentenansprüche hat (über 80 % des Durchschnittsverdienstes), geht leer aus.
 

Wird die Grundrente jedes Jahr neu berechnet?

Die Höhe der Grundrente werde von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) jedes Jahr automatisch neu berechnet.

Wie wird die Grundrente berechnet - ein Rechenbeispiel

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Welche Jahre werden zur Grundrente angerechnet?

Für die Grundrente zählen mindestens 33 Jahre ("Grundrentenzeiten"), in denen Sie Rentenversicherungsbeiträge gezahlt haben, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben, Krankengeld oder Kurzarbeitergeld bezogen haben, oder Wehr-/Zivildienst geleistet haben. Diese Zeiten werden aufsummiert, um einen Zuschlag zu erhalten; ab 35 Jahren gibt es den Zuschlag in voller Höhe. 

Wie hoch ist momentan die Grundrente?

Auf den Grundrentenzuschlag wird Einkommen angerechnet. Laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales werden derzeit etwa 1,1 Millionen Grundrentenzuschläge gezahlt. Der Zuschlag beläuft sich im Schnitt auf 86 Euro monatlich.

Welche Rentner haben Anspruch auf Grundrente?

Der Grundrentenzuschlag wird für alle Rentenarten gezahlt, also für Altersrenten, Renten an Hinterbliebene (Witwen- und Witwerrenten, Waisenrenten) sowie Erziehungsrenten und Erwerbsminderungsrenten.

Wie hoch wird meine staatliche Rente mit 67 Jahren sein?

Der volle Satz der neuen staatlichen Rente beträgt 230,25 £ pro Woche . Ihr Betrag kann abweichen, je nachdem, ob Sie vor 2016 von der Rentenversicherung befreit waren und wie viele Beitragsjahre Sie bei der National Insurance angesammelt haben.

Wie hoch ist der monatliche Grundbedarf für Rentner?

Je nach Familienstand und Haushaltsführung gibt es drei in der Höhe unterschiedliche Regelbedarfsstufen. Alleinstehende und Alleinerziehende erhalten ab dem 1. Januar 2024 monatlich 563 Euro, wenn sie einen eigenen Haushalt führen. Das entspricht der Regelbe darfsstufe 1.

Wer bekommt die Grundrente von 850 €?

Anspruch auf den Grundrentenzuschlag haben Menschen mit Minirenten, die mindestens 33 Jahre Rentenbeiträge aus Arbeit, Kindererziehung oder Pflegetätigkeit aufweisen. Die Leistung soll zunächst gestaffelt werden, bei 35 Beitragsjahren kann sie die volle Höhe erreichen.

Wie viele Rentenpunkte muss man haben, um die Grundrente zu bekommen?

Für die Berechnung der Grundrente zählen nur die Jahre, in denen Sie mindestens 30 % des Durchschnittsverdiensts erzielen, sprich: 0,3 Rentenpunkte pro Jahr, angesammelt haben. Ihr Rentenpunkte-Durchschnitt muss somit mindestens 0,3 betragen.

Wie berechne ich meine Mindestrente?

Wie hoch sind meine Mindestrentenzahlungen pro vollem Finanzjahr? Die Rentenzahlungen in jedem vollen Finanzjahr einer kontobasierten Rente werden berechnet, indem der Kontostand zum 1. Juli mit dem altersabhängigen Prozentsatz (aus der obigen Tabelle) multipliziert und auf die nächsten zehn Dollar gerundet wird.

Wie hoch darf das Einkommen sein, um Grundrente zu bekommen?

Für den Grundrentenzuschlag gibt es in Deutschland Einkommensgrenzen, die 2025 für Alleinstehende bei 1.438 € (voller Zuschlag), 1.839 € (60% Anrechnung) und 1.840 € (100% Anrechnung) liegen, während für Paare die Grenzen bei 2.243 €, 2.645 € und 2.646 € (jeweils 2025) sind; darüber hinaus wird das Einkommen aus dem gesamten Berufsleben bei durchschnittlich 80% des Durchschnittsverdienstes gedeckelt, wie die Deutsche Rentenversicherung und Betanet erklären. 

Muss ich einen Antrag auf Grundrente stellen?

Sie müssen die Grundrente nicht extra beantragen, da die Deutsche Rentenversicherung die Prüfung und Auszahlung automatisch vornimmt, wenn Sie eine Rente beziehen. Der Zuschlag wird direkt mit Ihrer Rente ausgezahlt, sobald Ihr Anspruch festgestellt wurde, auch rückwirkend zum 1. Januar 2021. Sie müssen also nichts tun – es sei denn, Sie sind Rentner und leben im Ausland oder es gibt andere Sonderfälle, oder Sie möchten eine Grundsicherung beantragen, was eine eigenständige Sozialleistung ist und beantragt werden muss. 

Wie lange muss man mindestens arbeiten, um Anspruch auf Grundrente zu haben?

Die Grundrente kommt! Wer 33 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt hat, hat künftig Anspruch auf die Grundrente, wenn ansonsten die Rente zu niedrig wäre. Auch Jahre, in denen die eigenen Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt wurden, werden berücksichtigt. Mehr Gerechtigkeit durch die Grundrente!

Kann ich mit 67 Jahren ohne Abzüge in Rente gehen?

Für den Geburtsjahrgang 1967 gilt grundsätzlich die Regelaltersgrenze von 67 Jahren für eine abschlagsfreie Rente. Das bedeutet, Sie können mit 67 Jahren ohne Abzüge in die normale Altersrente gehen; früherer Rentenbeginn (z.B. mit 63 über die Rente für langjährig Versicherte) ist zwar möglich, führt aber zu dauerhaften Abschlägen von 0,3 % pro Monat. 

Wie viele Jahre muss man voll haben, um Rente zu bekommen?

Wie lange Sie arbeiten müssen, bis Sie in Rente gehen, hängt von Ihrem Geburtsjahr und der Art der Rente ab, aber generell gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren für ab Jahrgang 1964, wobei man mit 35 Versicherungsjahren (langjährig Versicherte) früher in Rente gehen kann (mit Abschlägen) und mit 45 Versicherungsjahren (besonders langjährig Versicherte) oft abschlagsfrei oder früher, je nach Geburtsjahrgang. Die Mindestversicherungszeit für eine Regelaltersrente sind 5 Jahre. 

Bei welchem Gehalt reicht die Rente im Alter nicht aus?

Als einfache Faustregel gilt: Wenn Ihr gesamtes Einkommen unter 1.062 Euro liegt, sollten Sie prüfen lassen, ob Sie Anspruch auf Grundsicherung haben.

Wer bekommt die Grundrente nicht?

Niemand bekommt die Grundrente, der nie gearbeitet hat oder zu viel verdient, auch wenn er die nötigen Beitragsjahre (mindestens 33) zusammen hat; wer über den Einkommensgrenzen liegt (z. B. 2025 bei Alleinstehenden über ca. 14.380 € bzw. 1.840 €/Monat), dessen Zuschlag wird gekürzt oder gestrichen, wobei es keine Bedürftigkeitsprüfung gibt, sondern nur eine Einkommensprüfung nach oben. Auch wer nur Minijob-Zeiten oder Zeiten mit ALG-Bezug hat, die nicht voll zählen, oder wer sehr hohe Rentenansprüche hat (über 80 % des Durchschnittsverdienstes), geht leer aus.
 

Was kann ich tun, wenn meine Rente zu niedrig ist?

Wenn die Rente zu niedrig ist, sollten Sie Grundsicherung im Alter, Wohngeld und gegebenenfalls den Grundrentenzuschlag prüfen und beantragen, was beim Sozialamt/Wohngeldstelle bzw. bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) geschieht, um den Lebensunterhalt aufzustocken; zudem können ein Minijob oder die steuerfreie Arbeit nach der Regelaltersgrenze das Einkommen erhöhen, wobei Beratung bei der DRV oder Sozialverbänden wie der Caritas sinnvoll ist.
 

Wie wird mein anzurechnendes Einkommen auf meine Rente berechnet?

Das anzurechnende Einkommen bei einer Rente hängt von der Rentenart ab: Bei Altersrenten gibt es seit 2023 keine allgemeine Hinzuverdienstgrenze mehr (unbegrenzter Hinzuverdienst), während bei Erwerbsminderungsrenten individuelle Grenzen gelten und Einkommen zu 40 % gekürzt wird. Bei Witwen- oder Witwerrenten wird Einkommen (Arbeitsentgelt, andere Renten, Krankengeld) oberhalb eines Freibetrags zu 40 % angerechnet, wobei der Freibetrag mit dem Rentenwert steigt. Auch Grundrentenzuschläge haben eigene Freibeträge, bei deren Überschreitung Einkommen zu 60 % oder 100 % gekürzt wird. 

Habe 1000 Euro Rente, bekomme ich Grundrente?

Mit 1000 € Rente könnten Sie Grundrente bekommen, wenn Sie lange gearbeitet haben (mind. 33 Jahre), aber nur wenig verdient haben, da die Grundrente ein Zuschlag ist – sie wird automatisch geprüft von der Deutschen Rentenversicherung, Sie müssen sie nicht beantragen. Wenn Ihr Einkommen (inkl. eigener Rente) unter den Freibeträgen liegt, erhalten Sie den Zuschlag (Alleinstehende bis ca. 1375 €), bei höherem Einkommen wird er teilweise angerechnet, aber Sie können auch Anspruch auf Grundsicherung haben, wenn Ihre Rente zum Leben nicht reicht (oft bei unter 1062 €). 

Wie hoch ist die Grundrente Beispiel?

Beispiel I: Ingrid B. bekommt eine monatliche Rente in Höhe von 815,80 Euro (Berechnung: 40 Jahre x 0,5 Entgeltpunkte x 40,79 Euro Rentenwert = 815,80 Euro). Sie erhält einen Grundrentenzuschlag in Höhe von 374,76 Euro (siehe Frage zur Berechnung der Grundrente).

Wann erhalte ich Grundrente?

Um die Grundrente zu erhalten, benötigen Sie mindestens 33 Jahre sogenannte „Grundrentenzeiten“ (Pflichtbeiträge aus Arbeit, Kindererziehung, Pflege), einen durchschnittlichen Verdienst unter 80 % des Durchschnittsverdienstes und müssen eine Einkommensprüfung bestehen, bei der Ihr Einkommen im Alter begrenzt ist, da ansonsten der Zuschlag gekürzt wird oder entfällt. Für einen vollen Zuschlag sind 35 Jahre Grundrentenzeiten nötig, gestaffelt wird ab 33 Jahren.