Wird eine ehrenamtliche Tätigkeit vergütet?

Gefragt von: Frau Prof. Monique Beyer
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Nein, eine ehrenamtliche Tätigkeit ist grundsätzlich unentgeltlich, aber es gibt steuerfreie Pauschalen (z.B. die Ehrenamtspauschale von 840 €/Jahr, Stand 2025) und die Erstattung tatsächlicher Auslagen (Fahrtkosten, Porto) für Zeit- und Arbeitsaufwand, die eine finanzielle Entlastung darstellen und oft steuerfrei sind, wenn die gemeinnützige Organisation die Voraussetzungen erfüllt. Es wird also kein Gehalt gezahlt, aber es können Ausgaben erstattet oder Pauschalen gezahlt werden, die steuerfrei bleiben.

Wie wird eine ehrenamtliche Tätigkeit bezahlt?

Ehrenamtliche Vergütung in Deutschland wird hauptsächlich durch die steuerfreien Ehrenamtspauschale (840 €/Jahr) und die Übungsleiterpauschale (3.000 €/Jahr) geregelt, die Aufwandsentschädigungen für nebenberufliche Tätigkeiten in gemeinnützigen Organisationen darstellen und bis zu diesen Grenzen steuer- und sozialabgabenfrei sind. Für Vorstände gelten besondere Regeln, die eine Satzungsregelung erfordern. Über diesen Freibeträgen hinaus können weitere Einnahmen steuerpflichtig werden, aber auch Werbungskosten abgesetzt werden. 

Wie viel verdient man in einem Ehrenamt?

Für ein Ehrenamt bekommt man kein Gehalt. Die Arbeit ist freiwillig und unbezahlt. Trotzdem gibt es Möglichkeiten, wie Ehrenamtliche finanziell entlastet oder unterstützt werden können: Viele Organisationen und Vereine erstatten Ehrenamtlichen die Fahrtkosten oder andere Ausgaben, die bei ihrer Tätigkeit entstehen.

Sind Ehrenamtliche Tätigkeiten immer unbezahlt?

‍Begriffsbestimmung ehrenamtliche Tätigkeit

In der Regel bekommst du dafür keine Bezahlung. Du arbeitest also gemeinnützig. Das bedeutet, dass das Projekt, der Verein oder die Initiative, für die du arbeitest, der Gesellschaft zugute kommt. Gemeinnützige Arbeit ist also immer auch bürgerschaftliches Engagement.

Kann man bei ehrenamtlicher Arbeit Geld verdienen?

Ehrenamtlich Tätige können bis zu 3.000 Euro pro Jahr (Stand 2025) steuerfrei erhalten. Das entspricht 250 Euro pro Monat. Dieser Betrag bleibt sowohl einkommensteuer- als auch sozialversicherungsfrei, wenn alle Bedingungen erfüllt sind.

Ehrenamtlich tätig? 🏛️🚒 So ist die Entschädigung steuerfrei!

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Wird man für ehrenamtliche Tätigkeiten bezahlt?

Als Freiwilliger haben Sie keinen Arbeitsvertrag. Das bedeutet, Sie entscheiden selbst, wie viele Stunden Sie pro Woche ehrenamtlich tätig sein möchten. Sie erhalten keine Vergütung für Ihre Arbeit, können aber Auslagen erstattet bekommen . Dazu gehören Kosten für Verpflegung, Fahrtkosten oder Kinderbetreuung während Ihres Einsatzes.

Wie hoch ist der Stundenlohn für Ehrenamtliche?

Für ein Ehrenamt gibt es keinen gesetzlichen Stundenlohn, aber eine steuerfreie Ehrenamtspauschale von 840 € pro Jahr (ca. 70 €/Monat) oder die Übungsleiterpauschale von 3.000 € pro Jahr, die für Trainer, Ausbilder usw. gilt; diese Pauschalen sind steuer- und abgabenfrei, aber nur wenn die Tätigkeit hauptsächlich dem Allgemeinwohl dient und nicht auf Erwerb ausgerichtet ist. Eine tatsächliche Vergütung, die den Mindestlohn (aktuell 12,41 €/Std.) berührt, wird meist als Minijob oder bezahlte Tätigkeit gewertet und unterliegt Steuern und Sozialabgaben, da die Freibeträge überschritten werden könnten. 

Welche Vorteile hat man, wenn man ehrenamtlich arbeitet?

Ehrenamtliche Tätigkeit bietet viele Vorteile: Sie ermöglicht persönliche Weiterentwicklung, das Erlernen neuer Fähigkeiten (wie Erste Hilfe, Organisation, Konfliktlösung), neue Kontakte und Freundschaften mit Gleichgesinnten sowie mehr Selbstbewusstsein und Zufriedenheit. Berufliche Vorteile sind ein Pluspunkt im Lebenslauf, da Engagement, soziale Kompetenzen und praktische Erfahrungen signalisiert werden; zudem gibt es oft steuerfreie Aufwandsentschädigungen (Ehrenamtspauschale bis 840 €/Jahr) und regionale Vergünstigungen (Ehrenamts-Card). Es stärkt den sozialen Zusammenhalt und die Gemeinschaft und kann gesundheitlich (z.B. gegen soziale Isolation) förderlich sein.
 

Wer zahlt die Aufwandsentschädigung für Ehrenamtliche Helfer?

Im Regelfall zahlt der Verein die Aufwandsentschädigung für ehrenamtlich tätige Vereinsmitglieder, aber auch externe ehrenamtliche Helfer.

Wird ein Ehrenamt auf die Rente angerechnet?

Ehrenamtliche Aufwandsentschädigungen werden bei Rentnern über der Regelaltersgrenze nicht auf die Rente angerechnet, da unbegrenzter Hinzuverdienst erlaubt ist. Bei vorzeitiger Altersrente oder Erwerbsminderungsrente hängt es davon ab: Steuerfreie Beträge (Ehrenamtspauschale bis 840 €/Jahr, Übungsleiterpauschale) sind unbedenklich. Höhere Entschädigungen, die einen konkreten Verdienstausfall ersetzen, zählen als Hinzuverdienst und können angerechnet werden, bis zu bestimmten Grenzen. 

Ist ein Ehrenamt meldepflichtig?

Ehrenamt und Sozialhilfe

Wenn Sie mehr als 15 Stunden in der Woche ehrenamtlich tätig sind, müssen Sie die Betätigung bei der Agentur für Arbeit unverzüglich anzuzeigen.

Wie viel darf man im Ehrenamt dazuverdienen?

Liegt der Verdienst über den Freibeträgen, werden Steuern fällig. Verdienen ein/e Übungsleiter/in oder ein/e Betreuer/in mehr als 3.000 Euro und ein/e Ehrenamtliche/r mehr als 840 Euro pro Jahr, werden für den Betrag, der den Freibetrag übersteigt, Steuern fällig.

Wie hoch ist der Aufwendungsersatz?

Die Aufwandspauschale gemäß § 1878 BGB beträgt zurzeit 425,00 € pro Jahr.

Welche Fahrtkosten werden im Ehrenamt erstattet?

Fahrtkosten im Ehrenamt werden idealerweise vom Verein steuerfrei erstattet, meist über eine Kilometerpauschale (z.B. 30 Cent/km), was unkompliziert ist. Werden sie nicht erstattet, können sie in der Steuererklärung nur begrenzt als Werbungskosten geltend gemacht werden, oft nur über die sogenannte Ehrenamtspauschale (bis 840 € pro Jahr steuerfrei) hinaus, wobei Nachweise nötig sind. Grundsätzlich gilt: Ehrenamtliche sollen nicht auf Kosten sitzen bleiben, aber die Erstattung muss ordnungsgemäß abgewickelt werden, oft durch interne Regelungen oder Verträge. 

Ist man beim Ehrenamt krankenversichert?

Ist man beim Ehrenamt krankenversichert? Ja, Personen, die sich im Ehrenamt engagieren, sind durch die gesetzliche Krankenversicherung versichert.

Wie viele Ehrenämter darf man ausüben?

Man darf beliebig viele Ehrenämter ausüben, es gibt keine gesetzliche Obergrenze, aber steuerliche Pauschalen (wie die Ehrenamtspauschale von 840 € oder den Übungsleiterfreibetrag) gelten pro Person und nicht pro Amt, wobei man oft beide Pauschalen kombinieren kann, wenn die Tätigkeiten unterschiedlich sind (z.B. Training und Vorstand) – wichtig ist die getrennte Abrechnung. Der Arbeitgeber darf Ehrenämter nur in Ausnahmefällen untersagen, wenn die Arbeitsleistung beeinträchtigt wird. 

Wer zahlt Aufwandsentschädigung bei Ehrenamt?

Im Prinzip darf der Verein eine Aufwandsentschädigung für jede ehrenamtliche Unterstützung zahlen, die dem Vereinszweck dient. Der Empfänger muss dafür nicht unbedingt Mitglied des Vereins sein.

Welche Bezahlung erhält man für Ehrenamtliche Arbeit?

Ehrenamtliche Vergütung in Deutschland wird hauptsächlich durch die steuerfreien Ehrenamtspauschale (840 €/Jahr) und die Übungsleiterpauschale (3.000 €/Jahr) geregelt, die Aufwandsentschädigungen für nebenberufliche Tätigkeiten in gemeinnützigen Organisationen darstellen und bis zu diesen Grenzen steuer- und sozialabgabenfrei sind. Für Vorstände gelten besondere Regeln, die eine Satzungsregelung erfordern. Über diesen Freibeträgen hinaus können weitere Einnahmen steuerpflichtig werden, aber auch Werbungskosten abgesetzt werden. 

Ist ein Verzicht auf eine Aufwandsentschädigung eine Spende?

Unter einer Aufwandsspende versteht man den Verzicht auf einen zuvor rechtswirksam vereinbarten Ersatz von Aufwendungen wie Benzin-, Fahrt- oder Portokosten. Demgegenüber spricht man von einer Rückspende, wenn auf einen sonstigen rechtswirksam vereinbarten Anspruch, wie eine Honorarforderung, verzichtet wird.

Ist ehrenamtlich ohne Bezahlung?

Nein, Ehrenamt ist grundsätzlich unbezahlt (freiwillig), aber es gibt steuerfreie Pauschalen (Ehrenamtspauschale, Übungsleiterfreibetrag) und Kostenerstattungen (Fahrtkosten, Material), damit kein finanzieller Nachteil entsteht, und in manchen Fällen sind auch geringe Entgelte möglich, wenn dies in der Satzung steht, z.B. für Spezialisten. Die Unentgeltlichkeit bleibt ein Kernmerkmal, aber Ausnahmen und finanzielle Entlastungen sind üblich. 

Wie hoch ist der Stundenlohn der Ehrenamtspauschale?

Die Ehrenamtspauschale ist eine steuer- und abgabenfreie Aufwandsentschädigung von bis zu 840 € pro Jahr (Stand 2025), es gibt aber keinen festen Stundenlohn, da sie pauschal gezahlt wird; rechnet man sie um, ergeben sich je nach Stundenzahl niedrige Beträge (z.B. 7 €/Stunde bei 120 Std./Jahr), die steuerfrei bleiben, solange die Grenze nicht überschritten wird; für bestimmte Tätigkeiten gibt es die höhere Übungsleiterpauschale (bis 3.000 €/Jahr).
 

Was sind die Nachteile von Freiwilligenarbeit?

Freiwilligenarbeit Nachteile: Was du bedenken solltest

  • Authentische Freiwilligenarbeit ist genau das: Arbeit und kein Erholungsurlaub – du brauchst also die richtige Motivation und genug Zeit dafür.
  • Für Freiwilligenarbeit wirst du nicht bezahlt, denn das freiwillige Engagement steht im Vordergrund.

Was bekommen ehrenamtliche Helfer?

Ehrenamtliche Helfer bekommen in Deutschland oft eine steuerfreie Aufwandsentschädigung, die sogenannte Ehrenamtspauschale (bis 960 €/Jahr ab 2026) oder die Übungsleiterpauschale (bis 3.000 €/Jahr) für bestimmte Tätigkeiten, sowie Ersatz für tatsächlich entstandene Kosten (Fahrt, Porto). Zusätzlich gibt es oft Anerkennung, soziale Kontakte und die Möglichkeit, einen wichtigen Beitrag zu leisten, sowie bei öffentlichen Ämtern (z. B. Wahlhelfer) kleine Aufwandsentschädigungen wie das Erfrischungsgeld.
 

Wie viele Stunden darf man ehrenamtlich arbeiten?

Ehrenamtliche dürfen grundsätzlich so viel arbeiten, wie sie möchten, solange es ihr Hauptberuf nicht beeinträchtigt, wobei sich 10-15 Stunden pro Woche als guter Richtwert für die Kombination mit einem Job etabliert haben und für die Ehrenamtspauschale (bis 840 €/Jahr) eine Tätigkeit gilt, die nicht mehr als ein Drittel der Hauptberufszeit einnimmt (ca. 14 Std./Woche). Bei Arbeitslosigkeit gelten striktere Regeln: Bis zu 15 Stunden/Woche sind meist unproblematisch, bei mehr muss die Agentur für Arbeit informiert werden und die Vermittlung hat Vorrang. Jugendliche unter 18 Jahren unterliegen dem Jugendarbeitsschutzgesetz mit klaren Grenzen (max. 8 Std./Tag, 40 Std./Woche).
 

Ist 14 Euro Mindestlohn?

Mindestlohn steigt in zwei Schritten auf 14,60 Euro

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland beträgt seit 1. Januar 2026 13,90 Euro pro Stunde. (2025 waren es 12,82 Euro.) Zum 1. Januar 2027 steigt er auf 14,60 Euro je Arbeitsstunde in Deutschland.