Wo kann ich meine Betriebskostenabrechnung kostenlos überprüfen lassen?

Gefragt von: Ludmilla Diehl
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Sie können Ihre Betriebskostenabrechnung kostenlos bei den Verbraucherzentralen (oft mit Checklisten) oder Ihrem lokalen Mieterverein prüfen lassen, besonders wenn Sie dort Mitglied sind. Auch einige Rechtsschutzversicherungen (wie DEVK, ÖRAG, R+V) bieten kostenlose Prüfungen durch Partner wie Mineko an, wenn Sie einen Mietrechtsschutz-Baustein haben. Zusätzlich gibt es Online-Angebote wie den "Nebenkostenabrechnungs-Check" von MieterEngel, der eine erste kostenlose Einschätzung bietet.

Wer prüft kostenlos meine Nebenkostenabrechnung?

Du hast das Recht, alle Rechnungen und Belege einzusehen und kannst innerhalb von zwölf Monaten nach Erhalt der Abrechnung Widerspruch einlegen. Du kannst deine Nebenkostenabrechnung bei Verbraucherzentralen und Mietervereinen prüfen lassen.

Wo kann man kostenlos die Nebenkostenabrechnung prüfen lassen Verbraucherzentrale?

Die persönlichen Beratungen finden montags, mittwochs sowie donnerstags und vorerst bis zum Ende des Jahres in der Verbraucherzentrale Hamburg, Kirchenallee 22, 20099 Hamburg (in der Nähe des Hauptbahnhofs) statt.

Wie kann ich überprüfen, ob meine Nebenkostenabrechnung stimmt?

Nebenkostenabrechnung prüfen: Das Wichtigste in Kürze

  1. Mieter erhalten einmal jährlich eine Nebenkostenabrechnung von ihrem Vermieter. ...
  2. Fast jede zweite Nebenkostenabrechnung enthält Fehler. ...
  3. Die Nebenkostenabrechnung kannst du in Eigenregie prüfen, mit Unterstützung des Mieterbunds oder eines Anwalts.

Wo kann ich meine Abrechnung kontrollieren lassen?

Mieter*innen können bei ihrem/ihrer Vermieter*in oder der Hausverwaltung die Rechnungen und Unterlagen einsehen, auf denen die Heizkostenabrechnung basiert. Dazu müssen sie sich innerhalb von vier Wochen nach Erhalt der Heizkostenabrechnung bei ihrem/ihrer Vermieter*in melden.

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Was kostet eine Überprüfung der Nebenkostenabrechnung?

Ab nur 49 Euro erhalten Sie eine vollständige Überprüfung Ihrer Nebenkostenabrechnung. Dies stellt eine kosteneffektive Alternative zur Beauftragung eines Anwalts dar. Ausführlicher Prüfbericht für Mieter: Detaillierte Analyse Ihrer Nebenkostenabrechnung.

Wie kontrolliere ich eine Nebenkostenabrechnung?

Um deine Nebenkostenabrechnung zu prüfen, schau auf Abrechnungszeitraum, Umlageschlüssel, rechne die Gesamtkosten und Vorauszahlungen nach, prüfe nicht umlagefähige Kosten wie Reparaturen, und fordere bei Unklarheiten Belege (z.B. Grundsteuerbescheide, Wasserabrechnung) beim Vermieter an, da oft Fehler lauern und du innerhalb von 12 Monaten widersprechen kannst, am besten mit Hilfe von Verbraucherzentrale oder Mieterverein.
 

Wie erkenne ich eine fehlerhafte Nebenkostenabrechnung?

Fehlen Informationen wie z.B. Gesamtkosten, der Umlageschlüssel zur Berechnungsweise der anteiligen Kosten oder Vorauszahlungen, ist die Abrechnung formell fehlerhaft. Eine formell fehlerhafte Abrechnung ist in der Regel unwirksam und nicht zu begleichen, bis die Abrechnung korrigiert wurde.

Welche Kosten dürfen nicht auf den Mieter umgelegt werden?

Vermieter dürfen Kosten für Instandhaltung, Reparaturen, Verwaltung (Hausverwaltung, Bankgebühren, Steuerberatung), Mietausfall- und Rechtsschutzversicherungen, Abschreibungen und zunehmend auch Kabelgebühren nicht auf Mieter umlegen, da diese vom Vermieter selbst zu tragen sind und nicht zu den laufenden Betriebskosten zählen. Lediglich gesetzlich definierte und vertraglich vereinbarte Betriebskosten (z.B. Heizung, Wasser, Müll) dürfen umgelegt werden. 

Wie lange hat man Zeit, eine Nebenkostenabrechnung zu überprüfen?

Ihr Mieter hat das Recht, die Nebenkostenabrechnung zu prüfen und Widerspruch einzulegen. Dafür hat er bis zum Ablauf des 12. Monats nach Zugang einer formell korrekten Abrechnung Zeit (§ 556 Absatz 3 BGB). Die 12-monatige Frist bleibt von der Zahlung einer Nachforderung unberührt.

Wie viel kostet eine Beratung bei der Verbraucherzentrale?

Die Beratung kostet 1,99 Euro für jede Minute, die wir mit Ihnen telefonieren. Sie zahlen die Beratung mit der Telefon-Rechnung.

Wer hilft bei Problemen mit der Nebenkostenabrechnung?

Bei Problemen mit der Nebenkostenabrechnung helfen Mietervereine, Verbraucherzentralen, Fachanwälte für Mietrecht oder Online-Dienste wie MieterEngel und Mineko. Auch Rechtschutzversicherungen können die Kosten für eine Prüfung übernehmen. Wichtig ist, die Abrechnung zu prüfen, die Belege einzusehen und Fristen einzuhalten, um Widerspruch einzulegen.
 

Wie kann ich meine Heizkostenabrechnung kostenlos überprüfen?

Online bietet die Verbraucherzentrale unter www.verbraucherzentrale-rlp.de/checkliste-heizkostenabrechnung eine kostenlose Broschüre samt Checkliste, mit der jeder seine Abrechnung überprüfen kann. In gedruckter Form ist diese Checkliste in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale erhältlich.

Was ist besser, Mieterschutzbund oder Mieterverein?

Es gibt keinen "besseren", da Mieterschutzbund und Mieterverein oft synonym verwendet werden und meist zum Deutschen Mieterbund (DMB) gehören, der Dachverband der lokalen Vereine ist; beide bieten Mietrechtsberatung, Musterverträge und außergerichtliche Hilfe, wobei der DMB auch überregionale Vertretung und teilweise vergünstigte Rechtsschutzversicherungen anbietet, während der lokale Verein direkter, schnelleren Zugang zu Beratung vor Ort ermöglicht. Die Wahl hängt von Ihren Prioritäten ab: lokaler Fokus vs. bundesweite Vertretung. 

Was tun bei zu hoher Betriebskostenabrechnung?

Wenn Ihre Betriebskostenabrechnung zu hoch ist, sollten Sie zuerst die Abrechnung prüfen, dann schriftlich Widerspruch einlegen, Belegeinsicht verlangen und die Zahlung unter Vorbehalt leisten – idealerweise mit Unterstützung eines Mietervereins oder einer Verbraucherzentrale, da die Materie komplex ist, um Fehler wie unzulässige Kosten oder falsche Verteilungsschlüssel zu identifizieren, bevor Sie die Frist von 12 Monaten versäumen. 

Wer kann die Jahresabrechnung kontrollieren?

Jeder Wohnungseigentümer hat aufgrund des Verwaltervertrags als Kontrollrecht einen Anspruch auf Einsichtnahme in sämtliche Verwaltungsunterlagen, da diese zum Verwaltungsvermögen gehören. Nur durch diese Einsicht können die Berechtigten die Richtigkeit der Jahresabrechnung überprüfen.

Kann ein Vermieter Anwaltskosten auf den Mieter umlegen?

Rechts- und Beratungskosten: Kosten für Rechtsberatung, Anwaltskosten oder Gerichtskosten kann der Vermieter nicht auf den Mieter umlegen. Kosten für die Durchführung von Eigenleistungen: Wenn der Vermieter selbst Arbeiten am Gebäude durchführt, können die Kosten dafür nicht auf den Mieter umgelegt werden.

Kann der Vermieter die Gebäudeversicherung auf den Mieter umlegen?

Ja, der Vermieter darf die Kosten der Wohngebäudeversicherung über die Nebenkosten auf die Mieter umlegen, da sie zu den umlagefähigen Betriebskosten (§ 2 BetrKV) gehören, aber dies muss im Mietvertrag vereinbart sein, die Kosten müssen angemessen sein und die Abrechnung muss transparent erfolgen, meist nach Wohnfläche. 

Was darf dem Mieter nicht verrechnet werden?

Vermieter dürfen Kosten für Instandhaltung, Reparaturen, Verwaltung (Hausverwaltung, Bankgebühren, Steuerberatung), Mietausfall- und Rechtsschutzversicherungen, Abschreibungen und zunehmend auch Kabelgebühren nicht auf Mieter umlegen, da diese vom Vermieter selbst zu tragen sind und nicht zu den laufenden Betriebskosten zählen. Lediglich gesetzlich definierte und vertraglich vereinbarte Betriebskosten (z.B. Heizung, Wasser, Müll) dürfen umgelegt werden. 

Wie kann ich prüfen, ob meine Nebenkostenabrechnung stimmt?

Um deine Nebenkostenabrechnung zu prüfen, schau auf Abrechnungszeitraum, Umlageschlüssel, rechne die Gesamtkosten und Vorauszahlungen nach, prüfe nicht umlagefähige Kosten wie Reparaturen, und fordere bei Unklarheiten Belege (z.B. Grundsteuerbescheide, Wasserabrechnung) beim Vermieter an, da oft Fehler lauern und du innerhalb von 12 Monaten widersprechen kannst, am besten mit Hilfe von Verbraucherzentrale oder Mieterverein.
 

Was darf nicht in die Nebenkostenabrechnung rein?

Wann sind Nebenkosten nicht umlagefähig? Zu den nicht umlagefähigen Nebenkosten zählen alle Nebenkosten, die in keinem Zusammenhang mit den Mieter:innen der Immobilie stehen. Hierzu zählen zum Beispiel die Kosten für die Instandhaltung der Immobilie, Rücklagen oder auch Reparaturkosten.

Wann ist eine Betriebskostenabrechnung ungültig?

Wollen Sie sich gegen inhaltliche Fehler wehren, müssen Sie eine Ausschlussfrist von zwölf Monaten ab Zugang der Abrechnung wahren. Versäumen Sie diese Frist, können Sie gegen eine inhaltlich fehlerhafte Abrechnung nichts mehr unternehmen. Für formelle Fehler gilt diese Frist nicht.

Wer prüft die Nebenkostenabrechnung kostenlos?

Kostenlose Hilfe bei der Prüfung von Nebenkostenabrechnungen gibt es oft bei Verbraucherzentralen (mit Checklisten oder Beratung) und bestimmten Mietervereinen (manchmal im Mitgliedsbeitrag enthalten). Einige Rechtsschutzversicherungen bieten Partnerdienste (wie Mineko) an, die kostenlose Prüfungen ermöglichen. Auch politische Parteien wie Die Linke bieten temporär kostenlose Heizkostenchecks an. 

Wann muss ich die Nebenkostenabrechnung nicht bezahlen?

Sie müssen eine Nebenkostenabrechnung nicht mehr zahlen, wenn der Vermieter die Abrechnung nicht innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums zustellt, da er dann seinen Anspruch auf Nachzahlung verliert (Ausnahme: bei Verschulden des Mieters oder unverschuldeter Verspätung wie z.B. nachträgliche Grundsteuererhöhung). Auch bei formellen Mängeln (fehlende Angaben) müssen Sie nicht zahlen, bis der Vermieter die Abrechnung korrigiert hat, aber Guthaben dürfen Sie auch bei verspäteter Abrechnung einfordern. 

Kann ich die Rechnungen für die Nebenkostenabrechnung einsehen?

Ja, Mieter haben ein Recht auf Belegeinsicht bei der Nebenkostenabrechnung (§ 259 BGB), um die Kosten zu überprüfen, was oft innerhalb von 12 Monaten nach Erhalt der Abrechnung geltend gemacht wird, wobei der Vermieter die Originale vorlegen muss (elektronisch oder physisch), um Nachforderungen zu begründen, aber Kopien gegen Erstattung kosten darf.