Kann ich meine Rente meiner Frau vererben?
Gefragt von: Birgitt Wagnersternezahl: 4.5/5 (36 sternebewertungen)
Nein, die gesetzliche Rente ist grundsätzlich nicht direkt vererbbar, da sie höchstpersönlich ist und mit dem Tod endet; aber der Ehepartner hat Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente (Witwen-/Witwerrente), die einen Teil der Rente des Verstorbenen darstellt, und bei privaten Renten wie Riester oder Rürup können Anwartschaften oder Vermögen an den Partner übergehen.
Wie viel Rente bekomme ich, wenn meine Frau verstirbt?
Die große Witwen- oder Witwerrente beträgt grundsätzlich 55 Prozent der Rente, die Ihr Ehepartner/Lebenspartner oder Ihre Ehepartnerin/Lebenspartnerin zum Zeitpunkt des Todes bezogen hat oder hätte.
Kann meine Frau meine Rente erben?
Was passiert im Todesfall mit der Rente? Privaten Rentenzahlungen wie die Riester-Rente können nach dem Tod vererbt werden. Für die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung gilt das nicht. Im Todesfall wird die Rentenzahlung eingestellt und nicht an die Hinterbliebenen weitergezahlt.
Was steht mir als Ehemann zu, wenn meine Frau stirbt?
Stirbt ein Ehepartner, hat der hinterbliebene Partner Anspruch auf eine Hinterbliebenen-Rente (Witwen- oder Witwerrente). Diese beträgt 55 % der Rente des Verstorbenen. Haben Sie jedoch vor 2002 geheiratet und ist ein Ehepartner vor dem 2.1.1962 geboren, gilt altes Recht. Die Hinterbliebenen-Rente beträgt dann 60 %.
Warum bekomme ich keine Rente von meiner verstorbenen Frau?
Lebt auch kein Partner des Verstorbenen mehr, dann stellt die Rentenversicherung die Zahlung ein (§ 102 Abs. 5 SGB VI). Kinder oder Erben haben keinen Anspruch auf die Rente des Verstorbenen. Denn Renten sind nicht vererblich.
Witwerrente- kann ich meine Witwen-oder Altersrente einfach so vererben?
Was bekommt die Ehefrau nach dem Tod des Mannes?
Wenn der Ehemann stirbt, erhält die Frau in Deutschland in der Regel ein Erbe (je nach gesetzlicher Erbfolge oder Testament), eine Witwenrente (zunächst für drei Monate die volle Rente, danach meist 55-60% der Rente des Mannes), sowie möglicherweise Ansprüche aus Lebensversicherungen oder Pensionen. Die genaue Höhe des Erbes hängt von Kindern und Testament ab, während die Witwenrente Einkommensanrechnung unterliegen kann, außer im "Sterbevierteljahr".
Wie kann ich meinen Ehepartner absichern?
Wer verheiratet oder verpartnert ist, kann gemeinsam mit dem Partner oder der Partnerin ein Ehegattentestament aufsetzen. Dieses regelt den Nachlass, wenn einer der Partner oder beide sterben. Stirbt einer der Eheleute (sogenannter erster Erbfall), kann ein Ehegattentestament den anderen wirksam absichern.
Hat die erste Ehefrau Anspruch auf Witwenrente?
Ja, die erste Frau kann unter bestimmten Voraussetzungen auch eine Witwenrente bekommen, vor allem wenn die Ehe vor dem 1. Juli 1977 geschieden wurde, sie nicht wieder geheiratet hat und Unterhalt vom Ex-Partner bezog oder Anspruch darauf hatte, und der Ex-Partner die Mindestversicherungszeit erfüllt hat. Bei einer späteren Scheidung ist ein Anspruch unwahrscheinlicher, aber möglich, wenn sie z.B. während der Ehe in eine Notlage geriet und ein Unterhaltsanspruch bestand, der aber oft mit der Witwenrente der neuen Ehefrau verrechnet wird.
Was erbt eine Ehefrau, wenn der Mann stirbt?
Die Ehefrau erbt nach dem deutschen Erbrecht je nach Situation: In der gesetzlichen Zugewinngemeinschaft erbt sie pauschal die Hälfte des Nachlasses (ein Viertel gesetzlicher Erbteil + ein Viertel pauschaler Zugewinnausgleich), wenn Kinder vorhanden sind. Bei zwei Kindern erbt sie 1/3, bei mehr als zwei Kindern 1/4 (neben den Erben 1. Ordnung), aber immer mit dem pauschalen Zugewinnausgleich von 1/4, sodass sich die Quote erhöht. Gibt es keine Kinder, erbt sie neben Eltern oder Geschwistern 3/4 (1/2 + 1/4 pauschal), ohne diese erbt sie sogar alles.
Was bekommt der Ehemann, wenn die Frau stirbt?
Die kleine Witwen/Witwer-Rente beträgt 25 % der Rente des Verstorbenen. Ist der Gatte vor dem 1.1.2024 und vor der gesetzlich vorgeschriebenen Altersgrenze gestorben, wird die Witwen/Witwer-Rente um einen Abschlag (maximal 10,8 %) gemindert.
Erhalte ich die staatliche Rente meiner Frau, wenn sie stirbt?
Sie können einen Teil oder die gesamte zusätzliche staatliche Rente oder Kapitalabfindung Ihres Partners/Ihrer Partnerin erben, wenn: Ihr Partner/Ihre Partnerin während der Aufschiebung der staatlichen Rente (vor Rentenbeginn) verstorben ist oder die Rente nach der Aufschiebung bezogen hat; Ihr Partner/Ihre Partnerin das Rentenalter vor dem 6. April 2016 erreicht hat; Sie zum Zeitpunkt des Todes Ihres Partners/Ihrer Partnerin verheiratet waren oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft lebten.
Was passiert mit der Rente meines Ehepartners, wenn ich sterbe?
Nach dem Tod des Ehepartners gibt es eine Witwen- oder Witwerrente, die in den ersten drei Monaten 100 % der Rente des Verstorbenen beträgt (Sterbevierteljahr), danach gestaffelt als "kleine" (25 %) oder "große" (55 %) Rente, abhängig von Alter, Kindererziehung oder Erwerbsminderung. Wichtig: Es muss ein Antrag bei der Rentenversicherung gestellt werden, der Ehepartner muss die Mindestversicherungszeit (5 Jahre) erfüllt haben, und die Ehe darf nicht geschieden gewesen sein. Eigene Einkünfte können die Rente kürzen, aber im Sterbevierteljahr wird nichts angerechnet.
Wie kann ich meine Frau finanziell absichern?
Finanziell sichern Sie Ihren Lebenspartner noch weiter ab, indem Sie eine Risikolebensversicherung abschließen. Um den Partner im Vorsorgefall auch emotional zu entlasten und zu gewährleisten, dass in Ihrem Sinne gehandelt wird, empfiehlt es sich, dass Sie eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung verfassen.
Wie viel Pension bekommt die Frau, wenn der Mann stirbt?
Der Anspruch der Frau beträgt 60 Prozent der Pension ihres verstorbenen Mannes.
Was geschieht nach dem Tod mit der Rente des Ehepartners?
Die meisten Pensionspläne sehen nach dem Tod des Versicherten eine Hinterbliebenenrente für den Ehepartner vor . Diese Hinterbliebenenrente kann unabhängig davon beginnen, ob der Versicherte bereits seine Rente bezieht. Die Höhe der Hinterbliebenenrente und der Zeitpunkt ihres Beginns sind je nach Plan unterschiedlich und hängen von der bei Renteneintritt getroffenen Wahl ab.
Wann gibt es 60% Witwenrente?
Die 60 % Witwenrente (große Witwenrente) bekommt man, wenn das „alte Recht“ gilt: Die Ehe wurde vor dem 1. Januar 2002 geschlossen und mindestens ein Ehepartner wurde vor dem 2. Januar 1962 geboren. Zusätzlich müssen Sie eine der folgenden Bedingungen erfüllen: Sie sind 47 Jahre alt, erwerbsgemindert oder erziehen ein minderjähriges/behindertes Kind.
Was erbt der Mann, wenn die Ehefrau stirbt?
Nach dem Tod des erstversterbenden Ehegatten behält der überlebende Ehegatte die Hälfte des Gesamtvermögens als eigenes Vermögen und erbt von der anderen Hälfte des Gesamtvermögens ein Viertel, was einem Achtel des Gesamtvermögens entspricht. Insgesamt stehen ihm damit fünf Achtel des Gesamtvermögens zu.
Wann muss ich als Ehepartner Erbschaftssteuer zahlen?
Als Ehepartner oder Ehepartnerin kann Erbschaftssteuer anfallen, wenn das geerbte Vermögen den Freibetrag von 500.000 Euro übersteigt.
Was sind die Folgen, wenn die Ehefrau das Erbe ausschlägt?
Wenn die Ehefrau das Erbe ausschlägt, wird sie so behandelt, als hätte sie nie existiert, und das Erbe fällt automatisch an die nächsten gesetzlichen Erben (Kinder, Eltern etc.), wobei sie ihren Anteil und auch den Pflichtteil verliert, aber bei Schulden einen Anspruch auf den pauschalen Zugewinnausgleich behält und weiterhin Witwenrente und Sterbevierteljahr bekommt – oft eine taktische Entscheidung, um Schulden zu vermeiden und trotzdem abgesichert zu sein, da sie dann nur das zugewinnausgleichende Geld erhält.
Wann bekommt die Frau keine Witwenrente?
Man bekommt keine Witwenrente, wenn man wieder heiratet (außer bei bestimmten Ausnahmen), eine sogenannte Versorgungsehe geschlossen wurde (oft bei Heirat unter einem Jahr vor dem Tod), der Hinzuverdienst zu hoch ist (über dem Freibetrag), die Ehe kürzer als fünf Jahre bestand (bei betrieblicher Altersvorsorge), oder bei der Wahl des Rentensplittings. Auch nach einer Scheidung gibt es meist keinen Anspruch, es sei denn, es liegen spezielle Voraussetzungen vor, wie Unterhalt im letzten Ehejahr.
Was geschieht mit meiner Rente, wenn mein Ehepartner stirbt?
Gemeinsame lebenslange Renten
Im Todesfall eines Mitglieds wird die gemeinsame lebenslange Rente an den überlebenden Ehepartner oder Rentenpartner bis zu dessen Lebensende ausgezahlt . Die garantierte Rentenzahlungsdauer gilt nur, wenn sowohl das Mitglied als auch der Rentenpartner innerhalb der ersten fünf Jahre des Rentenbezugs versterben.
Wie viel von der Rente meines Mannes steht mir zu?
Wenn Ihr Ehepartner vor 2002 einen Anspruch auf eine zusätzliche staatliche Rente (auch SERPS genannt) erworben hat, können Sie mindestens 50 % dieses Betrags erben . Je nach Geburtsdatum Ihres Ehepartners kann dieser Prozentsatz jedoch bis zu 100 % betragen. Eine Tabelle mit Daten und Prozentsätzen finden Sie unter: Zusätzliche staatliche Rente ...
Was steht mir als Ehefrau zu, wenn mein Mann stirbt?
Wenn Ihr Mann stirbt, stehen Ihnen als Ehefrau die Witwenrente (groß oder klein), das Sterbevierteljahr (Sofortzahlung) und ein gesetzlicher Erbteil zu, der je nach Situation (Kinder, Zugewinngemeinschaft) variiert, wobei die Witwenrente meist 55 % der Partnerrente beträgt, nach den ersten drei Monaten aber eigenes Einkommen angerechnet wird.
Kann ich meiner Frau alles vererben?
Abhängig davon, welche übrigen Verwandten neben ihm erben, fällt die Erbquote des Ehemanns bzw. der Ehefrau unterschiedlich aus. Darüber hinaus hängt der Erbteil des Ehegatten vom Güterstand der Ehe ab. Je nach Konstellation kann der Ehegatte Alleinerbe oder auch nur zu 1/4 Erbe sein.
Warum sich heiraten im Alter noch lohnt?
Heiraten im Alter lohnt sich wegen finanzieller Absicherung (Witwen-/Witwerrente, Erbschaftssteuerfreibeträge, Steuerklassen-Vorteile wie Splitting), gegenseitiger Unterstützung bei Krankheit und Pflege, der Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden (gesündere Ernährung, weniger Stress) und der besseren rechtlichen Absicherung bei Entscheidungen, was gerade bei steigender Lebenserwartung die Lebensqualität erhöht.