Können Aktien auch außerhalb der Börse gehandelt werden?

Gefragt von: Henryk Christ
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Mehr zum außerbörslichen Handel: Der außerbörsliche Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Börsen. Denn grundsätzlich ist es auch außerbörslich möglich, Aktien , Optionsscheine , Zertifikate und andere Wertpapiere zu handeln.

Können Aktien nur an der Börse gehandelt werden?

Der außerbörsliche HandelWertpapiere werden bekanntermaßen über eine Börse gehandelt – doch das ist kein Muss. Wertpapiere wie Aktien, Optionsscheine oder Zertifikate können auch im Direkthandel gekauft werden. Das nennt sich dann „außerbörslich“, häufig wird auch die englische Abkürzung OTC verwendet.

Welche Aktien werden im Freiverkehr gehandelt?

Neben deutschen Aktien werden im Freiverkehr vor allem ausländische Aktien, Anleihen deutscher und ausländischer Emittenten sowie Zertifikate und Optionsscheine gehandelt. Die Kursstellung erfolgt durch freie Makler nach den Grundlagen der an der jeweiligen Börse geltenden Freiverkehrsrichtlinien.

Wie funktioniert außerbörslicher Handel?

Außerbörslicher Handel (OTC) funktioniert, indem Wertpapiere direkt zwischen zwei Parteien – meist Anleger und Handelspartner (Bank, Emittent) – gehandelt werden, ohne die zentrale Börse. Der Ablauf beinhaltet eine Anfrage über einen Online-Broker, die ein Partner mit einem Preis beantwortet, worauf der Anleger schnell entscheiden muss. Die Preisbildung ist weniger transparent und unterliegt nicht der strengen Börsenaufsicht, bietet dafür aber oft längere Handelszeiten, niedrigere Kosten und mehr Flexibilität, birgt aber auch Kontrahentenrisiken.
 

Wo kann man außerbörslich handeln?

Bei welchen Brokern ist außerbörslicher Handel möglich?

  • comdirect: Baader Bank, Lang & Schwarz.
  • Consorsbank: BNP Paribas, Citi, Vontobel.
  • flatex: Goldman Sachs, Morgan Stanley.
  • justTRADE: Citi, Société Générale.
  • onvista bank: ING Markets, J.P. Morgan.
  • Smartbroker: Deutsche Bank, Lang & Schwarz.

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Kann man Aktien außerhalb der Börsenzeit kaufen?

Denn grundsätzlich ist es auch außerbörslich möglich, Aktien , Optionsscheine , Zertifikate und andere Wertpapiere zu handeln. Das nennt sich auch OTC oder OTC-Handel und steht für „over the counter“, also „über den Tresen“.

Wie handelt man außerbörslich mit Aktien?

Der außerbörsliche Handel (OTC) funktioniert anders. Transaktionen werden nicht direkt an einer Börse abgewickelt und auch nicht direkt von der Börse überwacht. Stattdessen erteilen Sie Aufträge über einen Broker . Sie nutzen die Dienstleistungen des Brokers telefonisch oder elektronisch, also über das Internet mithilfe einer Online-Handelsplattform.

Was sind die Nachteile des außerbörslichen Handels?

Die Hauptnachteile des außerbörslichen Handels (OTC) sind geringere Transparenz (fehlendes Orderbuch, keine unabhängige Preisaufsicht), das Kontrahentenrisiko (Ausfallrisiko des Handelspartners), geringere Liquidität und das Risiko schlechterer Kurse (größerer Spread) bei Volatilität oder außerhalb der Kernzeiten, da man an bestimmte Anbieter gebunden ist. Auch die Handelbarkeit komplexer Produkte kann eingeschränkt sein.
 

Was ist ein Beispiel für einen außerbörslichen Markt?

Was ist ein Beispiel für einen außerbörslichen Markt? Ein hervorragendes Beispiel für einen außerbörslichen Markt ist das Broker-Dealer-Netzwerk, das den Aktienhandel außerhalb von Börsen ermöglicht . Konkrete Beispiele für Brokerhäuser sind Zacks Trade und Interactive Brokers.

Wie lange ist der außerbörsliche Handel möglich?

Der außerbörsliche Direkthandel ist zu den jeweiligen Handelszeiten der Handelspartner möglich, in der Regel von Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Bei einzelnen Handelspartnern wird zusätzlich ein Handel am Wochenende angeboten.

Wie lange muss man Aktien halten, damit sie steuerfrei sind?

Auf Ihren Gewinn aus dem Verkauf müssen Sie dann Spekulationssteuer zahlen. Die zehn Jahre sind die sogenannte Haltefrist oder Spekulationsfrist. Sie umgehen also die Spekulationssteuer, wenn zwischen Kauf und Verkauf mehr als zehn Jahre liegen.

Was passiert mit Aktien, die nicht mehr an der Börse gehandelt werden?

Nach einem Delisting verliert die Aktie ihren Handelsplatz. Das heißt, dass die Aktionärinnen und Aktionäre sich nicht mehr leicht von ihren Anteilen trennen können. Über die Börse sind sie jedenfalls nicht zu verkaufen. Es gibt jedoch Unternehmen, die außerbörsliche Aktien kaufen.

Was ist der Unterschied zwischen Xetra und Frankfurt?

Mit Xetra gehört sie zu den größten Wertpapierbörsen der Welt. Gemessen am Wert der Unternehmen, deren Aktien gehandelt werden, ist die Börse Frankfurt die drittgrößte Börse Europas (Stand 2022). Ihr Marktanteil am Wertpapierhandel in Deutschland wird mit 90 Prozent angegeben.

Was passiert mit Aktien, wenn Geld nichts mehr wert ist?

Der Wert von Aktien steigt oder fällt bei einem Delisting nicht automatisch. Doch ein unfreiwilliges Delisting ist oft ein Zeichen dafür, dass ein Unternehmen kurz vor der Insolvenz steht. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, dass die Anleger ihr Investment verlieren.

Wie werden nicht börsennotierte Aktien gehandelt?

Der Handel mit nicht börsennotierten Wertpapieren findet außerhalb des regulären Börsenhandels statt. Dabei erfolgt der Handel direkt zwischen Investoren, über spezialisierte Broker oder über alternative Handelsplattformen.

Welche Nachteile hat der Direkthandel?

Die Hauptnachteile des Direkthandels sind geringere Transparenz (kein öffentliches Orderbuch), fehlende staatliche Börsenaufsicht bei bestimmten Produkten, was zu höheren Risiken bei der Preisfindung führt, und das Kontrahentenrisiko, falls der Handelspartner ausfällt, was den Anleger direkt trifft. Zudem kann die Liquidität geringer sein und es fehlt der Schutz durch reguläre Börsenaufsichtsbehörden.
 

Können Aktien außerhalb der Börse handeln?

Beim außerbörslichen Handel entfallen die Mittlerfunktionen von Börse und Maklern, du trittst direkt mit deinem Handelspartner, dem Market Maker, in Kontakt. OTC-Handel kann günstiger als der klassische Börsenhandel sein, er bietet Zugang zu zusätzlichen Produkten, auch außerhalb der Börsenzeiten.

Was sind die Besonderheiten beim außerbörslichen Handel?

Im außerbörslichen Handel können Sie Ihre Wertpapiertransaktion direkt mit einem ausgewählten Handelspartner tätigen. Sie können Aktien, Fonds, Optionsscheine und Zertifikate auch außerhalb der normalen Börsenzeiten unter Ausschluss von Börsenmaklern handeln und zahlen keine Maklercourtage!

Was ist der Unterschied zwischen börslich und außerbörslich?

Der Hauptunterschied liegt in der Struktur: Der börsliche Handel findet auf einer zentralen, regulierten Plattform statt (z.B. Xetra) und wird von der Börsenaufsicht überwacht, während der außerbörsliche Handel (OTC - Over The Counter) dezentral und direkt zwischen zwei Parteien (Broker, Market Maker) abgewickelt wird, oft außerhalb der regulären Börsenzeiten, was zu mehr Flexibilität bei den Handelszeiten, aber auch weniger Standardisierung und Transparenz führen kann.
 

Was ist die 3,57 Regel beim Trading?

Die 3-5-7-Regel im Trading ist eine Risikomanagement-Strategie, die besagt: Riskiere maximal 3% deines Kapitals pro Trade, halte die gesamte offene Risiko-Exposition bei höchstens 5% des Kapitals und strebe bei Gewinn-Trades ein Gewinn-Risiko-Verhältnis von mindestens 7:1 an (d.h., der Gewinn soll 7x höher sein als der potenzielle Verlust). Sie hilft, Disziplin zu wahren und das Kapital zu schützen, indem sie klare Limits für einzelne Trades, Gesamtpositionen und Gewinnziele setzt.
 

Warum werden Aktien von der Börse genommen?

Ein Delisting, also der Rückzug einer Aktie von der Börse, kann freiwillig (z.B. wegen zu hoher Kosten, strategischer Neuausrichtung oder Übernahme) oder unfreiwillig (z.B. bei Insolvenz, Nichteinhaltung von Börsenregeln, mangelnder Transparenz oder fallendem Aktienkurs) erfolgen, oft mit einem Pflichtangebot an die Aktionäre, ihre Aktien zu einem fairen Preis zu veräußern.
 

Was ist besser, Xetra oder Direkthandel?

Direkthandel (außerbörslich) ist oft günstiger bei Neobrokern, da Börsen- und Maklergebühren entfallen, bietet längere Handelszeiten (oft 8-22 Uhr), aber potenziell schlechtere Preise; Xetra (elektronische Börse) ist der größte deutsche Handelsplatz mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis (besonders für deutsche Blue Chips und ETFs) während der Hauptzeiten (9-17:30 Uhr), hat aber feste Gebühren und kürzere Zeiten, wobei sich die Wahl stark nach Kosten des Brokers, Handelszeiten und Wertpapier richtet. Für Kleinanleger sind oft die Regionalbörsen (z.B. Tradegate, Börse Stuttgart) mit ihren erweiterten Zeiten eine gute Mischung.
 

Was passiert mit meinen Aktien, wenn sie von der Börse genommen werden?

Was passiert, wenn ein Unternehmen von der Börse genommen wird? Bei einem freiwilligen Delisting erhalten die Aktionäre in der Regel eine Barabfindung oder Aktien des neuen Unternehmens.

Kann man Aktien vorbörslich verkaufen?

Der Aktienhandel findet größtenteils zu den regulären Börsenöffnungszeiten statt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bereits vor Börseneröffnung (vorbörslich) so wie nach Handelsschluss (nachbörslich) Aktien zu kaufen und zu verkaufen. Vorbörslich und nachbörslich können Sie per Limit Order handeln.

Sind ETFs außerbörslich?

Handel: Wer ETFs handeln möchte, tut dies normalerweise an der Börse. Das funktioniert an verschiedenen Börsen, die verschiedene Handelszeiten haben. Doch ETFs lassen sich auch außerbörslich handeln – das nennt man Direkthandel.