Was ist besser, ein Freiberufler oder ein Gewerbe zu haben?

Gefragt von: Rosita Röder
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Als Freiberufler haben Sie den Vorteil, dass Sie keine Gewerbesteuer abführen müssen, keinen Gewerbeschein für Ihre Tätigkeit brauchen und bei Steuererklärung und Buchhaltung von einer vereinfachten Buchführung profitieren.

Was ist steuerlich besser, Freiberufler oder Gewerbe?

Ein zentraler Vorteil der Freiberuflichkeit ist die Befreiung von der Gewerbesteuer. Während Gewerbetreibende ab einem Gewerbeertrag von 24.500 € Gewerbesteuer zahlen müssen, bist Du als Freiberufler:in davon komplett befreit – unabhängig von Deinem Gewinn. Das kann Deine Steuerlast deutlich senken.

Was ist besser, freiberuflich tätig oder selbstständig?

Selbstständige streben in der Regel langfristiges Wachstum an, während Freiberufler eher häufig den Auftrag wechseln . Als Selbstständiger ist man bestrebt, sein Unternehmen auszubauen und zu erweitern. Freiberufler hingegen konzentrieren sich darauf, Erfahrungen zu sammeln, um größere und besser bezahlte Aufträge zu erhalten.

Welche Nachteile hat eine Gewerbeanmeldung?

Nachteile. Zeitaufwand und Bürokratie: Die Anmeldung eines Gewerbes ist mit einem gewissen bürokratischen Aufwand verbunden. Zudem müssen Einkünfte aus der Tätigkeit in der Steuererklärung angegeben werden, was zusätzlichen Aufwand bedeutet. Kosten: Je nach Gemeinde kann die Anmeldung zwischen 10 und 60 Euro kosten.

Wie viel Geld darf ich als Freiberufler verdienen?

Erst wenn Ihr erwirtschaftetes Einkommen 2025 als Freiberufler den sogenannten Grundfreibetrag von jährlich 12.096 Euro übersteigt, wird für die darüber liegende Summe Ihrer freiberuflichen Tätigkeit Einkommensteuer fällig.

FREELANCER OR TRADER? The Differences Explained!

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Lohnt sich freiberufliches Arbeiten?

Ein Freelancer ist ein Selbstständiger, der Dienstleistungen für Kunden erbringt, oft projektbezogen. Im Gegensatz zu Angestellten sind Freelancer nicht an ein Unternehmen oder einen langfristigen Vertrag gebunden. Statt eines regelmäßigen Gehalts werden sie direkt vom Kunden für ihre geleistete Arbeit bezahlt .

Wie viel muss ich als Selbstständiger verdienen, um 3000 € netto zu haben?

Um 3.000 € netto als Selbstständiger zu haben, brauchst du je nach Kosten und Steuern einen monatlichen Umsatz zwischen ca. 6.000 € und 9.000 €, wobei 6.000 € der Mindestwert für den Gewinn sind, zu dem noch Steuern, Sozialabgaben (wie Krankenversicherung) und Betriebskosten hinzukommen, während 9.000 € ein realistischerer Wert mit Puffer für Ausgaben und Steuern sind. Eine grobe Faustregel lautet: Umsatz = (Netto-Wunsch + Steuern + Abgaben + Betriebskosten) / (1 - Umsatzsteuer-Satz). 

Wer entscheidet, ob Freiberufler oder Gewerbe?

Sie möchten sich als Freiberufler oder mit einem Gewerbe selbstständig machen? Dann führt der Weg zum zuständigen Finanzamt oder Gewerbeamt. Die Mitarbeiter dort entscheiden, ob es sich bei Ihrer Selbstständigkeit um eine freiberufliche Tätigkeit oder um einen Gewerbebetrieb handelt.

Wann lohnt sich ein Gewerbe?

Wann lohnt sich ein Nebengewerbe? Die Entscheidung, ein Nebengewerbe zu gründen, lohnt sich, wenn Sie eine Geschäftsidee haben, die Sie neben Ihrem Hauptberuf umsetzen möchten und damit zusätzliches Einkommen generieren wollen. Ein Nebengewerbe ist ideal, um neue Marktchancen mit begrenztem Risiko zu testen.

Bei welchem Umsatz muss man ein Gewerbe anmelden?

Dafür muss die folgende Voraussetzung erfüllt sein: Der Jahresgewinn des Kleingewerbes muss unter 25.000 Euro liegen. Liegt der Jahresgewinn unter 5.200 Euro, können Sie sich als Kleingewerbetreibende oder Kleingewerbetreibender vollständig von der Zahlung des Mitgliedsbeitrags befreien lassen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Freiberufler und einer Selbstständigkeit?

Selbstständig ist der Oberbegriff für alle, die nicht angestellt sind (eigene Chefs), während Freiberufler eine spezielle Untergruppe sind, die besondere Tätigkeiten (wissenschaftlich, künstlerisch, schriftstellerisch, beratend) ausüben und dadurch Vorteile haben: Sie müssen kein Gewerbe anmelden und sind von der Gewerbesteuer befreit, was bei anderen Selbstständigen (Gewerbetreibenden) der Fall ist. Die Einstufung trifft das Finanzamt, die Kernunterschiede liegen in der Art der Tätigkeit und den steuerlichen Pflichten.
 

Wer gilt als Freiberufler?

Ein Freiberufler ist eine selbstständige Person . Im Gegensatz zu einer Teilzeit- oder Vollzeitbeschäftigung, bei der man eine bestimmte Anzahl von Stunden pro Woche für ein Unternehmen arbeitet, können Freiberufler ihre Arbeitszeiten selbst einteilen, ihren Arbeitsort frei wählen und so viele Projekte oder Kunden annehmen, wie sie gerade benötigen oder wünschen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Einzelunternehmer und einem Freiberufler?

Obwohl Einzelunternehmer Freiberuflern sehr ähnlich sind, unterscheiden sie sich insofern, als sie tendenziell etwas anders arbeiten. Während Freiberufler üblicherweise eine Fähigkeit oder Dienstleistung anbieten, kann jede Art von Kleinunternehmen als Einzelunternehmer tätig sein, sei es im Einzelhandel, im Friseurhandwerk, im Sanitärbereich oder in anderen Branchen.

Welche Steuern muss ein Freiberufler bezahlen?

1 | Freiberufler und Steuern: Einkommensteuer

Für den Freiberufler gilt die Einkommensteuerpflicht genauso wie für alle natürlichen Personen. Im Gegensatz dazu gibt es auch die Körperschaftsteuer für Kapitalgesellschaften. Kapitalgesellschaften sind die GmbH, UG, Ltd. oder AG.

Ist es besser, „selbstständig“ oder „freiberuflich“ zu sagen?

Die Arbeit als Selbstständiger ist sehr ähnlich . Beide Tätigkeitsformen bieten Autonomie hinsichtlich Arbeitsweise und Projektinhalten. Selbstständige haben in der Regel mehr Kontrolle über ihre Projekte und ihren Arbeitsablauf. Freiberufler, auch Auftragnehmer genannt, werden häufig für die Durchführung eines bestimmten Projekts engagiert.

Wie viel Steuern zahlen Sie auf Ihr freiberufliches Einkommen?

Grundsätzlich sollten Sie 25-30% Ihres Einkommens aus freiberuflicher Tätigkeit für Steuern zurücklegen.

Wer zahlt mehr Steuern, Freiberufler oder Gewerbe?

Der Gewerbetreibende zahlt insgesamt gerade einmal 1.585,50 € mehr an Steuern als der Freiberufler. Das sind rund 4 % bei einem (nicht unbeachtlichen) zu versteuernden Einkommen von 100.000 €.

Welche Nachteile hat ein Gewerbeschein?

Nachteile einer Gewerbeanmeldung

❌ Du musst Mitglied bei der IHK werden und einen umsatzabhängigen Beitrag (ab 5.200€ Gewinn im Jahr) zahlen. ❌ Ab einem Jahresgewinn von 24.500€ bist du gewerbesteuerpflichtig.

Was kostet ein Gewerbe pro Jahr?

IHK-Kosten für Kleingewerbe

Der Grundbeitrag liegt je nach Kammer meist zwischen 30 € und 150 € pro Jahr. In Ausnahmefällen und bei sehr hohen Gewinnen können es bis zu 500 € und mehr sein. Erst wenn Dein Gewinn über eine bestimmte Grenze steigt (oft ab 5.200 € Gewerbeertrag), wird zusätzlich eine Umlage erhoben.

Was ist besser, Freiberufler oder Gewerbe?

Freiberufler haben's gut: Sie bezahlen weniger Steuern, dürfen unabhängig von der Höhe Ihrer Umsätze und Gewinn eine vereinfachte Buchführung verwenden, müssen weniger Melde- und Prüfvorschriften beachten und genießen auch sonst zahlreiche Sonderrechte.

Wie viel Geld darf man als Freiberufler verdienen?

Grundsätzlich gilt: Liegt das Einkommen unter dem Grundfreibetrag in Höhe von 10.908 Euro für Singles (Stand 2023, für gemeinsam veranlagte Paare 21.816 Euro), fallen für Freiberufler keine Steuern auf das Einkommen an. In diesem Fall entfällt auch die vierteljährliche Vorauszahlung.

Kann ein Künstler ohne Gewerbe Rechnungen schreiben?

Ja, Künstler können Rechnungen ohne Gewerbeanmeldung schreiben, da sie meist als Freiberufler (§ 18 EStG) gelten und somit kein Gewerbe anmelden müssen. Wichtig ist, dass die Rechnungen die Pflichtangaben (§ 14 UStG) enthalten und je nach Umsatz die Kleinunternehmerregelung (keine USt-Ausweisung) angewendet werden kann. Sie müssen sich aber beim Finanzamt melden und eine Steuernummer beantragen.
 

Wie viel sollte ich als Selbständiger monatlich verdienen?

Ein Selbstständiger muss monatlich so viel verdienen, dass nach Abzug aller Kosten (Steuern, Versicherungen, Betriebsausgaben) genug zum Leben bleibt, oft wird ein Umsatz von 3.000 bis 10.000+ Euro als Basis genannt, abhängig von Branche, Kostenstruktur und persönlichen Bedürfnissen, da die Ausgaben stark variieren und man besser verdienen muss als ein Angestellter, um die fehlende Absicherung auszugleichen. Es gibt keine feste Zahl, aber die Einnahmen müssen die Ausgaben übersteigen und die Lebenshaltungskosten decken, idealerweise über dem Niveau eines vergleichbaren Angestellten. 

Was für Kosten kommen auf mich zu bei Selbstständigkeit?

Die Kosten der Selbstständigkeit umfassen einmalige Gründungskosten (Gewerbeanmeldung, Notar bei GmbHs) und laufende Betriebsausgaben (Miete, Software, Marketing, Steuern, Versicherungen, Altersvorsorge), die stark von der Rechtsform (Einzelunternehmen, GmbH) und Branche abhängen; Freiberufler sparen bei der Gewerbeanmeldung, müssen aber Steuern, Krankenversicherung (oft freiwillig gesetzlich oder privat) und Altersvorsorge selbst tragen, oft mit hohem Anteil an absetzbaren Arbeitsmitteln. 

Kann ich als selbstständiger Einzelunternehmer mein Gehalt auszahlen lassen?

Gehalt von Selbstständigen

Als selbstständiger Einzelunternehmer können Sie sich kein Gehalt auszahlen lassen. Sie können auch kein Gehalt von sich selbst beziehen. Sie bestimmen also selbst, wie viel Geld Sie von Ihrem Geschäftskonto als Privatentnahme entnehmen, um Ihre Lebenshaltungskosten abzudecken.