Was ist der Unterschied zwischen Wohnfläche und Nutzfläche?

Gefragt von: Ramona Gärtner-Dorn
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Der Hauptunterschied ist, dass die Wohnfläche nur die bewohnbaren Räume (Wohn-, Schlaf-, Kinderzimmer, Küche, Bad) nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) umfasst, während die Nutzfläche (nach DIN 277) alle nutzbaren Flächen eines Gebäudes einschließt, inklusive Keller, Dachboden, Garagen, Technik- und Kellerräume, die zur Wohnfläche gehören, aber auch Flächen für gewerbliche oder sonstige Zwecke (wie Büros oder Werkstätten). Kurz gesagt: Wohnfläche ist immer ein Teil der Nutzfläche, aber nicht umgekehrt; die Nutzfläche ist immer größer oder gleich der Wohnfläche.

Was zählt zur Wohnfläche und was zur Nutzfläche?

Wohnfläche sind die bewohnbaren Räume (Wohn-, Schlaf-, Kinderzimmer, Küche, Bad) nach Wohnflächenverordnung (WoFlV). Nutzfläche ist der Oberbegriff nach DIN 277 für alle nutzbaren Flächen, also inklusive Wohnfläche, aber auch Kellern, Garagen, Werkstätten oder Büros, wobei hier die Definition je nach Kontext (Mietvertrag, Grundsteuer) variiert. Der Hauptunterschied liegt in der Bezweckung und den Berechnungsregeln (Deckenhöhe, Anrechnung von Dachschrägen). 

Was ist der Unterschied zwischen Wohnfläche und Nutzfläche bei der Grundsteuer?

Wohnflächen sind Flächen, die zu Wohnzwecken genutzt werden, während Nutzflächen Flächen sind, die insbesondere betrieblichen Zwecken dienen und keine Wohnflächen darstellen. Beispiele für Nutzflächen sind Werkstätten, Verkaufsräume und Büros. Ein häusliches Arbeitszimmer (Homeoffice) wird als Wohnfläche gewertet.

Welche Räume gehören nicht zur Wohnfläche?

Zur Wohnfläche gehören nicht Kellerräume, Dachböden (außer ausgebaut), Garagen, Heizungs-, Wasch- und Trockenräume, sowie Außenbereiche wie Terrassen und Balkone (diese zählen nur anteilig oder gar nicht). Auch Treppen (mit mehr als 3 Stufen), Nischen unter 14cm Tiefe oder nicht bis zum Boden reichend sowie Geschäftsräume sind ausgeschlossen. 

Kann man Nutzfläche als Wohnfläche nutzen?

Eine Nutzfläche, die noch keine Wohnfläche ist, kann zu einer Wohnfläche umgewandelt werden. Dazu ist jedoch in den meisten Fällen eine bestimmte Genehmigung erforderlich. Ob die Genehmigung erteilt wird, hängt von der jeweiligen Landesbauordnung und dem Umfang des Aus- oder Umbaus ab.

❌ Wohnfläche oder Nutzfläche - Was ist der Unterschied? ❌

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Was darf ich auf der Nutzfläche machen?

Nach DIN 277 werden die Nutzflächen in 7 Kategorien (Zwecke) eingeteilt, Wohnen und Aufenthalt, Büroarbeit, Produktion, Hand- und Maschinenarbeit, Experimente, Lagern, Verkaufen und Verteilen, Bildung, Unterricht und Kultur, Pflegen und Heilen und andere Nutzungen.

Ist ein Flur Nutzfläche oder Wohnfläche?

In die Berechnung fließen die Flächen aller Räume zu 100 Prozent ein, die direkt in der Wohnung liegen – wie Bad, Esszimmer, Flur, Kinderzimmer, Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Abstellräume. Keller- und Bodenräume, Garagen, Heizungsräume und Waschküchen zählen nicht zur Wohnfläche.

Welche Räume haben keine Wohnfläche?

Zur Wohnfläche zählen grundsätzlich nicht Keller, Dachböden (nicht ausgebaute), Garagen, Heizungsräume, Waschküchen sowie Treppenräume und Treppen mit mehr als 3 Stufen; auch Wand- und Fensternischen unter 13 cm Tiefe oder nicht bis zum Boden reichend, und Flächen unterhalb von Schrägen (unter 1 m Höhe) werden oft ausgeschlossen. Nicht ausgebaute oder nicht beheizbare Räume wie Trockenräume und oft Abstellräume außerhalb der Wohnung fallen ebenfalls nicht dazu, während beheizte Wintergärten oder Schwimmbäder mit Einschränkungen angerechnet werden können.
 

Ist ein WC eine Wohnfläche?

Wohnfläche: Umfasst Räume, die ausschließlich zur Wohnung oder zum Haus gehören. Beinhaltet Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Küche, Esszimmer, Flure, Badezimmer und WC sowie Neben- und Abstellräume innerhalb der Wohnung.

Ist ein Garten eine Nutzfläche?

Neben der Gebäudenutzfläche ist in Deutschland auch der Begriff der landwirtschaftlichen Nutzfläche definiert. Landwirtschaftliche Nutzflächen umfassen sämtliche Ackerflächen, Grün- und Gartenland sowie Weiden und Wiesen.

Wird Wohnfläche kontrolliert Grundsteuer?

Die Wohnfläche wird in fast jedem Bundesland für die Berechnung des Grundsteuerwertes benötigt, sie beeinflusst letztlich auch die Höhe der Grundsteuer. Denn: Je mehr Wohnfläche ein Gebäude hat, desto höher fällt am Ende die Grundsteuer aus.

Zählen Treppen zur Wohnfläche hinzu?

Treppenhäuser. Ihr Grundstück könnte mehrere Treppenhäuser umfassen, die bei der Berechnung der Wohnfläche berücksichtigt werden . Dies ist besonders wichtig, wenn sich die Treppenhäuser innerhalb des Wohnbereichs befinden. Treppenhäuser werden oft übersehen, können aber einen überraschend großen Einfluss auf die Wohnfläche Ihres Grundstücks haben.

Sind Badezimmer bewohnbare Räume?

Für die Berechnung der Wohndichte werden üblicherweise alle Wohn- und Schlafzimmer, jedoch nicht Küchen, Badezimmer, Toiletten oder Verkehrsflächen, als bewohnbar betrachtet .

Welche Beispiele gibt es für Nutzfläche?

Um Nutzfläche eines Hauses oder einer Wohnung handelt es sich, wenn die Räume zwar einen bestimmten Nutzen haben, allerdings nicht zwangsweise bewohnt werden. Beispiele sind neben der Wohnfläche etwa Büroräume, Wartezimmer oder Labore.

Welche Auswirkungen hat es, wenn die Wohnfläche für die Grundsteuer falsch angegeben wird?

Fehlerhafte Wohnflächenangaben können auch steuerliche Auswirkungen haben. Die Höhe der Grundsteuer oder anderer Steuern kann von der Wohnfläche abhängen. Wenn die Angaben zur Wohnfläche nicht korrekt sind, können sich falsche Steuerbeträge ergeben, die zu Steuernachzahlungen oder -rückzahlungen führen können.

Was sind Nutzflächen bei der Grundsteuer?

Als Nutzflächen sind alle Gebäudeflächen anzusehen, die für betriebliche, öffentliche oder sonstige Zwecke genutzt werden und weder als Zubehörraum noch als Wohnfläche anzusehen sind. Kurzum: Zur Nutzfläche zählen alle nicht bewohnten Flächen. Betrieblichen Zwecken dienen etwa Werkstätten, Verkaufs- oder Büroräume.

Welche Räume gelten nicht als Wohnfläche?

Zur Wohnfläche zählen grundsätzlich nicht Keller, Dachböden (nicht ausgebaute), Garagen, Heizungsräume, Waschküchen sowie Treppenräume und Treppen mit mehr als 3 Stufen; auch Wand- und Fensternischen unter 13 cm Tiefe oder nicht bis zum Boden reichend, und Flächen unterhalb von Schrägen (unter 1 m Höhe) werden oft ausgeschlossen. Nicht ausgebaute oder nicht beheizbare Räume wie Trockenräume und oft Abstellräume außerhalb der Wohnung fallen ebenfalls nicht dazu, während beheizte Wintergärten oder Schwimmbäder mit Einschränkungen angerechnet werden können.
 

Wann darf eine Terrasse zu 50% als Wohnfläche angerechnet werden?

Eine Terrasse wird zu 50 % in die Wohnfläche eingerechnet, wenn sie besonders hochwertig ausgestattet ist, zum Beispiel durch eine feste Überdachung, hochwertige Bodenbeläge, Strom- oder Wasseranschlüsse und somit einen deutlich erhöhten Wohnwert aufweist – ansonsten gilt der Regelsatz von 25 %; es handelt sich hierbei um eine Einzelfallentscheidung, die den Wohnwert steigert, so die Volksbanken Raiffeisenbanken, Mietrecht Siegen, Haus & Grund und greenox-group.de. 

Ist Badezimmer Nutzfläche oder Wohnfläche?

Auf den Punkt gebracht: Wohnfläche = bewohnbare Fläche

Wie der Name schon sagt, zählen die zu Wohnzwecken nutzbaren Flächen wie Wohn- und Schlafzimmer, Bad, Küche, Flur sowie weitere beheizbare und entsprechend ausgebaute Bereiche zur Wohnfläche.

Sind Flure Wohnfläche?

Ja, der Flur innerhalb einer Wohnung zählt in der Regel vollständig zur Wohnfläche, da er zu den Wohnzwecken dienenden Räumen gehört (z.B. Küche, Bad, Flur, Wohn-, Schlaf-, Kinderzimmer), während das allgemeine Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses als Gemeinschaftsfläche gilt und nicht zur Wohnfläche der einzelnen Wohnung gerechnet wird. 

Kann man Nutzfläche in Wohnfläche umwandeln?

Planungsrechtliche Genehmigungen: In vielen Fällen ist für eine Umwandlung von Nutzfläche in Wohnfläche eine Baugenehmigung erforderlich. Behördliche Genehmigungsverfahren müssen eingehalten werden, um sicherzustellen, dass die Umwandlung legal und sicher erfolgt.

Ist ein Spielzimmer Wohnraum?

Wenn wir uns im Keller des Hauses befinden, kommt oftmals die Frage auf, ob der nachträglich ausgebaute Raum, der derzeit z.B. als Spielzimmer oder Fernsehzimmer eingerichtet ist, offiziell wirklich Wohnfläche ist. Prinzipiell bleibt es natürlich Ihnen überlassen, wie Sie Ihren Kellerraum privat nutzen.

Was sind Nutzflächen, die keine Wohnflächen sind?

Eingänge, Aufzüge und Treppenräume (Verkehrsflächen) sowie Heizungsräume, Maschinenräume und technische Betriebsräume (Funktionsflächen) gehören weder zur Wohnfläche noch zur Nutzfläche. Diese ehr technischen Funktionsflächen zählen zu den sogenannten Verkehrsflächen oder Zweckflächen/ Funktionsflächen.

Wie kann ich meine Wohnfläche selbst messen?

Wohnraum messen bedeutet, Länge und Breite jedes Raumes (lichtes Maß, von Wand zu Wand) zu ermitteln und mit 100 % anzurechnen; Flächen unter Dachschrägen oder Treppen zwischen 1 und 2 Metern Höhe zählen nur zu 50 %, unter 1 Meter Höhe gar nicht; Balkone und Terrassen (25-50 %) sowie unbeheizte Wintergärten (50 %) werden anteilig berechnet, während Keller, Garagen oder Heizräume meist ausgeschlossen sind. Für die Messung eignen sich Laser-Messgeräte oder Zollstöcke, idealerweise mit einer zweiten Person zum Aufzeichnen der Maße.
 

Zählt das Treppenhaus zur Wohnfläche?

Private Treppenhäuser, die beispielsweise nur zu einem Obergeschoss innerhalb eines Einfamilienhauses führen, zählen zur Wohnfläche, jedoch oft nur anteilig. Die Wohnflächenverordnung sieht vor, dass nur der Teil der Treppe zur Wohnfläche gehört, der nicht übermäßig viel Platz beansprucht.